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Kaum Zuschauer - Kritik an Veranstaltern wächst

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Leichtathletik-WM  

Kaum Zuschauer - Kritik an Veranstaltern wächst

19.08.2009, 10:29 Uhr | t-online.de

Aus Berlin berichtet Sebastian Schlichting

Leere Ränge sind keine Werbung für den Austragungsort Berlin. (Foto: imago)Leere Ränge sind keine Werbung für den Austragungsort Berlin. (Foto: imago) Am Samstag hatten sich Zuschauer an der Geherstrecke arg gewundert. Ein Sponsor der WM bot dort zwei Karten für den Abend des 100-Meter-Laufes für fünf Euro an. Verdutzte Rückfragen „Sind die auch wirklich für Abends?“, „Fünf Euro für beide?“ beantwortete die Mitarbeiterin mit „ja“. Wer sich die Karten zum Originalpreis gesichert hatte,  durfte zusammen das Zehnfache berappen. Doch auch die Schnäppchen-Aktion konnte nicht überdecken, dass die WM ein Zuschauerproblem hat.
Jeden Tag aufs Neue tauchen die grauen Flecken im Stadionrund, auch als leere Sitzschalen bekannt, auf. Und es wurden immer mehr. Zwar war selbst das Filetstück am ersten Sonntag nicht ausverkauft, doch die Arena war immerhin gut gefüllt. Offiziell waren 51.113 der zur WM zur Verfügung stehenden 56.000 Tickets verkauft. Montag- und Dienstagabend kamen dann nur jeweils knapp 30.000 Interessierte, und bei den Vormittagsveranstaltungen ist kaum etwas los. Die von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) kurz vor der WM geäußerte Hoffnung, „es wird keine leeren Plätze geben“, ist längst von der Realität überholt worden.

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Die Abendkasse läuft nicht

Die Zahl der im Vorverkauf abgesetzten Tickets ist mit 336.000 nicht schlecht, das Problem ist die Abendkasse. An den Ticketschaltern geht es so übersichtlich zu wie einst bei Zweitliga-Spielen von Hertha BSC gegen Darmstadt 98. Am ersten WM-Wochenende gingen ganze 4.226 Karten über den Verkaufstisch. Inzwischen wundern sich Athleten des deutschen Kaders, dass nicht einmal für engste Angehörige Freikarten erhältlich sind, obwohl das Stadien fast halbleer ist.

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Die Tickets sind zu teuer

In der Kritik stehen nun die Veranstalter wegen der hohen Kartenpreise. 34,90 Euro kosten die günstigen Billets. Für die meisten Tage sind diese jedoch schon weg. Was zeigt, dass die Leute an der WM durchaus interessiert, aber nicht bereit sind, 50 Euro und mehr auszugeben. Die Stimmung ist trotzdem positiv, manchmal sogar begeisternd. Was wäre erst bei einem ausverkauften Haus möglich…

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Preissenkung wäre angebracht

Die Forderung nach niedrigeren Preisen ist die Folge: „Ich finde es angemessen, wenn man die Begeisterung nach den ersten zwei Tagen nutzen würde, um mit einer Preissenkung das Olympiastadion voll zu bekommen“, sagte etwa der Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestages, Peter Danckert (SPD), der „Berliner Zeitung“.

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Kein Einsehen bei Wowereit und Prokop

Wowereit lehnte dies strikt ab, da es ungerecht gegenüber denjenigen wäre, die schon Karten gekauft haben. Und Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes sagte, die Preise würden „im üblichen Rahmen für Leichtathletik-Großveranstaltungen liegen“.

Friedrich lockt die Zuschauer

Der Traum vom an allen Tagen ausverkauften Stadion ist lange ausgeträumt, nun geht es um annehmbare Kulissen für die restliche WM. Je näher das Wochenende rückt, desto wahrscheinlicher sind stattliche Zahlen. Der Samstag wird ausverkauft sein. Für den Donnerstag, wenn das Hochsprung-Finale mit Ariane Friedrich stattfindet, waren Montagabend nach Angaben der Veranstalter schon „80 Prozent der Karten“ weg.

Diskrepanz zu den TV-Quoten

Ein Zuschauererfolg wird die WM jedoch nicht mehr. Zumindest, was das Stadion angeht. Die TV-Sender freuen sich dagegen über sehr gute Einschaltquoten.

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