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Diamond League in Doha: Sieg für Spiegelburg - Bartels Zweiter

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Sieg für Spiegelburg - Bartels Zweiter

15.05.2010, 12:34 Uhr | dpa, dpa

Diamond League in Doha: Sieg für Spiegelburg - Bartels Zweiter. Silke Spiegelburg springt in Doha Weltjahresbestleistung. (Foto: dpa)

Silke Spiegelburg springt in Doha Weltjahresbestleistung. (Foto: dpa)

Viel Zeit zur Freude blieb Silke Spiegelburg nach ihrem glänzenden Sieg bei der Diamond-League-Premiere in Doha/Katar nicht. "Ich bin glücklich, aber ich muss schnell zum Flughafen", rief die 24-Jährige, nachdem sie den Stabhochsprung mit der Weltjahresbestleistung von 4,70 Meter gewonnen hatte. Auch für weitere Versuche, ihre mit dieser Höhe eingestellte Bestleistung zu überflügeln, reichte es nicht.

Mit geliehenen Stäben zum Sieg

Die letztjährige WM-Vierte von Berlin hatte schon eine chaotische Anreise hinter sich gebracht. Erst fiel der Zubringer-Flug von Düsseldorf nach Frankfurt aus, dann stoppte die Polizei die ins Auto umgestiegene Silke Spiegelburg auf der Autobahn, um die auf dem Dachgepäckträger montierten Stäbe zu kontrollieren. Zu allem Überfluss kamen ihre Arbeitsgeräte dann nicht in Doha an. So musste sie mit den von der Amerikanerin Lacy Janson geliehenen Stäben antreten. "Die waren 4,60 Meter lang, ich springe aber mit 4,50 Meter langen", berichtete sie. "Vielleicht sollte ich immer 4,60-Stäbe nehmen." Überrascht zeigte sich die deutsche Höhenjägerin, dass der Erfolg mit 10.000 Dollar prämiert wurde. "Davon hatte ich keine Ahnung", sagte Spiegelburg, bevor sie im Bus verschwand, um den Weiterflug zum Meeting am Mittwoch in Daegu/Südkorea noch zu erreichen.

Prämie gleich eingeplant für die Steuernachzahlung

Gut zu pass kamen Ralf Bartels die 6000 Dollar für den unerwarteten zweiten Platz im Kugelstoßen. "Das Geld kann ich gebrauchen: Mein Steuerberater hat mir gerade mitgeteilt, was ich für das letzte Jahr nachzahlen muss", sagte Bartels. Mit starken 21,14 Metern musste der WM-Dritte sich nur dem Weltmeister Christian Cantwell (USA/21,82) geschlagen geben. "Der zweitbeste Stoß mit 20,57 Meter war eigentlich das, was ich konnte", bekannte der 32-jährige Bartels. "Doch dann habe ich einmal Druck hinter die Kugel bekommen." Dieser Stoß beim Saisondebüt ist für ihn aber auch eine Hypothek. "Jetzt werde ich an den 21 Metern gemessen", befürchtet der Europameister und damit zu hohen Erwartungsdruck bei der EM im August in Barcelona. "Jetzt von Platz eins oder zwei zu reden, wäre Blödsinn."

Obergföll nicht ganz zufrieden

Nicht ganz sicher war Speerwerferin Christina Obergföll, wie sie ihren vierten Platz und die 64,38 Meter einordnen sollte. "Das ist erstmal okay, mit einer Weite um 65 Meter habe ich gerechnet", sagte die Olympia-Dritte. Obergföll erlebte 2009 ein schlechtes Jahr, auch mit dem fünften Rang bei der Heim-WM in Berlin war sie nicht zufrieden. "Ich gehe nun alles entspannter an", berichtete die 28-Jährige, die die Saison 2009 immerhin mit 68,51 Meter begonnen hatte. "Die kann man natürlich nicht immer erwarten. Jetzt hoffe ich, nach hinten raus stärker zu werden", sagte die WM-Zweite von 2005 und 2007. Den Wettbewerb gewann Marija Abakumowa (Russland) mit starken 68,89 Meter vor Weltrekordlerin Barbora Spotakova (Tschechien/67,33 Meter) und der deutlich verbesserten Martina Rataj (Slowenien/67,16 Meter).

Schnelle Sprints mit etwas zu viel Wind

Asafa Powell sprintete im 100-Meter-Vorlauf 9,75 und im Finale 9,81 Sekunden - allerdings mit unzulässiger Windunterstützung. "Ich bin noch nie so stark in die Saison gestartet", sagte der Ex-Weltrekordler, dessen Zeiten eine Kampfansage an seinen jamaikanischen Landsmann Usain Bolt sind. Der Weltrekordler fehlte im Wüstenstaat und startet am Mittwoch in Daegu. "Der Schuss kam im Finale zu schnell für mich", bekannte Powell nach seinem etwas verschlafenen Start im Endlauf.

Starke Zeiten der kenianischen Läufer

"Das erste Diamond-League-Meeting war ein sehr guter Start in die neue Serie", urteilte Liga-Initiator Patrick Magyar. Neun Weltjahresbestleistungen, darunter die blendenden Zeiten des kenianischen Trios David Rudisha (800 Meter/1:43,00 Minuten), Ezekiel Kemboi (3000 Meter Hindernis/8:06,28 Minuten) und Nancy-Jebet Lagat (1500 Meter/4:01,63 Minuten), sorgten für Glanz beim neuen Leichtathletik-Juwel. "So etwas sieht man auch bei Meetings in Europa nicht so oft", stellte Magyar, auch Direktor der "Weltklasse in Zürich", fest.

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