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Leichtathletik-EM: Speerwerfer de Zordo holt überraschend EM-Silber

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Leichtathletik-EM  

De Zordo holt Speer-Silber

31.07.2010, 21:27 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Leichtathletik-EM: Speerwerfer de Zordo holt überraschend EM-Silber .

Sicherte sich überraschend die Silbermedaille: Speerwerfer Matthias de Zordo (Foto: imago)

Speerwurf-Newcomer Matthias de Zordo hat bei seiner EM-Premiere für eine Sensation gesorgt. Mit 87,81 Metern gewann der 22-Jährige bei der Leichtathletik-EM auf Anhieb die Silbermedaille. "Ich brauch' noch ein paar Tage, um das zu fassen. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", sagte de Zordo. "Das Aufstehen heute morgen war relativ schwierig, weil meine Beine noch relativ steif waren vom gestrigen Tag. Ich dachte: es geht gar nichts. Aber es war super, zu werfen." Und es ging letztlich so weit wie noch nie zuvor für einen speerwerfenden Linkshänder. Dass er den inoffiziellen Linkshänder-Weltrekord erzielt hatte, wurde de Zordo zu dessen Freude auch noch mitgeteilt. Er hatte dies vor der EM als ein Ziel formuliert. "Darüber, den jetzt inne zu haben, bin ich auch glücklich", sagte der alleinige deutsche EM-Speerwerfer im ZDF. Im EM-Finale steigerte der Sportsoldat seine persönliche Bestleistung gleich um 3,43 Meter. Leichtathletik-EM 2012: Zeitplan

Fassungslos über den "großen Wurf war auch Bundestrainer Boris Henry. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Einen EM-Wettkampf auf so hohem Niveau habe ich noch nie erlebt", stammelte er nach dem Coup seines Schützlings. "Wenn er nur einmal über 87 Meter geworfen hätte, dann hätte ich gesagt: optimal gelaufen. Aber bei dieser Konstanz kann man nicht von einer Eintagsfliege sprechen", meinte Bundestrainer Henry. Und er fügte hinzu: "Eigentlich wollte ich nie Trainer werden, aber wenn man so einen Athleten hat, der alles allein macht, kann man nur stolz sein."

Nur Olympiasieger Andreas Thorkildsen aus Norwegen war im Olympiastadion von Barcelona mit 88,37 Metern besser als der auf internationaler Bühne noch unbekannte de Zordo. Dritter wurde der Finne Tero Pitkämäki mit 86,81 Metern. Gleich im ersten Versuch schleuderte de Zordo den Speer 86,22 Meter weit. "Da ist mir die Spucke weggeblieben", gestand der Coach. Im zweiten (87,81) und dritten (87,06) Versuch ging es dann noch weiter.

Bestes DLV-Ergebnis seit 2002

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) steuert auf das beste EM-Ergebnis seit 2002 in München zu. Neben de Zordo gewannen auch die Hürdensprinterin Carolin Nytra ebenso wie Kugel-Koloss Ralf Bartels am vorletzten EM-Tag in Barcelona eine weitere Bronze-Plakette. Damit erhöhte sich die die Medaillenzahl bei der EM in Barcelona auf zehn. Vor vier Jahren in Göteborg gewannen die DLV-Asse ebenfalls zehn Medaillen, bei der WM in Berlin waren es neun. Unerreicht werden die 19 Medaillen der EM 2002 in München bleiben.

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Der Bann ist gebrochen

Verena Sailer und Linda Stahl holen in Barcelona gleich zwei Goldmedaillen. zum Video

Nytra: "Vor dem Finale war ich war ich super-zuversichtlich"

Vor den Augen von ihrem Freund und Hallen-Europameister Sebastian Bayer erfüllte sich der große Titel-Traum von von Carolin Nytra nicht. In 12,68 Sekunden wurde die 25-jährige Bremerin Dritte hinter der Türkin Nevin Yanit (12,63) und Derval O'Rourke (Irland/12,65). "Natürlich hat man mehr erwartet, aber es ist eine Medaille, von daher bin ich zufrieden", sagte Nytra. "Vor dem Finale war ich war ich super-zuversichtlich." (Alle Entscheidungen des Wochenendes im Überblick.)

Aus ist der Titel-Traum der deutschen Sprinterinnen, die im Vorlauf patzten. Nach einem Fehler beim letzten Wechsel von Anne Möllinger auf Verena Sailer verpasste die mitfavorisierte 4 x 100-Meter-Staffel der Frauen das Finale.

Männer-Sprintstaffel erreicht Finale

"Die Enttäuschung ist echt hart. Das Rennen lief super, nur zum Schluss hat es nicht geklappt", sagte Sailer, die damit auch ihre Hoffnung auf den zweiten Titel nach ihrem Sieg über 100 Meter begraben musste. Besser machte es die Männer-Sprintstaffel, die das Finale in 38,75 Sekunden erreichte. Über 4 x 400 Meter schafften es beide deutsche Staffeln in das Medaillenrennen.

Spannend machte es Titelverteidiger Bartels. Der 32 Jahre alte WM-Dritte aus Neubrandenburg wuchtete im letzten Versuch die Eisenkugel auf 20,93 Meter und kletterte noch auf Platz drei hinter dem neuen Europameister Andrei Miknewitsch aus Weißrussland (21,01) und Olympiasieger Tomasz Majewski aus Polen (21,00). "Ich habe von hinten heraus in den Wettkampf gefunden", sagte Bartels. "Ich bin als Fünfter der europäischen Bestenliste angereist, von daher ist es voll okay." David Storl (Chemnitz) wurde mit 20,57 Metern Fünfter.

Harting: "Ich mache mir keine Sorgen"

Dem DLV winkt noch ein Super-Sonntag. Diskus-Weltmeister Robert Harting zeigte in der Qualifikation, wer "Herr im Ring" ist und greift nach Gold. Der 25 Jahre alte Berliner beeindruckte seine Rivalen in der Qualifikation mit 66,93 Meter - gefordert waren lediglich 63,50. "Es läuft alles. Ich mache mir keine Sorgen", sagte Harting, der nun im Finale der große Favorit ist. Der Champion von Berlin warf als Vorkampf-Bester exakt 1,50 Meter weiter als Olympiasieger Gerd Kanter (Estland).

Britischer Doppel-Erfolg über 400 Meter Hürden

Die Französin Myriam Soumare gewann den Titel im 200-Meter-Lauf in 22,32 Sekunden. Über 800 Meter setzte sich der Pole Marcin Lewandowski in 1:47,07 Sekunden durch. Einen britischen Doppel-Erfolg gab es über 400 Meter Hürden durch David Greene (48,12 Sekunden) und Rhys Williams (48,96). Den Marathon der Frauen gewann in Zivile Balciunaite erstmals eine Litauerin in 2:31:14 Stunden.

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