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IAAF verbannt Hammerwurf aus der Diamond League

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Weltrekordlerin Heidler kritisiert den Weltverband IAAF

19.06.2011, 11:41 Uhr | dpa

IAAF verbannt Hammerwurf aus der Diamond League. Weltrekordhalterin Betty Heidler kämpft für mehr Anerkennung der Hammerwurf-Disziplin. (Foto: imago)

Weltrekordhalterin Betty Heidler kämpft für mehr Anerkennung der Hammerwurf-Disziplin. (Foto: imago)

Sportler zweiter Klasse? Die Hammerwerfer fühlen sich als fünftes Rad am Wagen der Leichtathletik. Auch bei der Team-EM in Stockholm stand die Disziplin im Abseits. Als einziger der 41 Wettbewerbe wurde der Frauen-Hammerwurf vor der offiziellen Eröffnung ausgetragen. "Ob wir werfen oder nicht, interessiert niemanden", schimpfte die deutsche Weltrekordlerin Betty Heidler, die mit 73,43 Meter siegte. "Wir trainieren genauso hart."

Scharfe Kritik hatte auch ihre Vereinskameradin Kathrin Klaas auf ihrer Homepage über die stiefmütterliche Behandlung der Disziplin durch den Weltverband IAAF und die Meeting-Veranstalter geübt. Die IAAF hat den Hammerwurf aus der Diamond League verbannt und eigens eine IAAF Hammerwurf Challenge geschaffen.

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Klaas: "Bloße Farce"

"Die Challenge entwickelt sich in ihrem zweiten Jahr mehr und mehr zu einer bloßen Farce", sagte Klaas, die mit 75,48 Meter Dritte der Weltjahresbestenliste ist. "Was Kathrin gesagt hat, unterschreibe ich voll und ganz", pflichtete Heidler ihr bei.

Terminplanung sorgt für Verdruss

Dabei richtet sich die Kritik besonders gegen die sonderbare Terminplanung: Vier der sieben geplanten Wettkämpfe dieser IAAF-Serie waren bis Ende Mai angesetzt, zwei für Anfang Juli vorgesehen und das letzte Meeting Mitte September in Rieti.

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Damit aber nicht genug. Der für den 21. Mai geplante Wettkampf in Rio de Janeiro wurde eine Woche vorher um fünf Tage auf den 26. Mai verlegt. Der nächste Wettkampf der Hammer Challenge war jedoch schon für den 28. Mai in Dakar/Senegal fixiert.

Zeitliche Überschneidungen der Wettkämpfe

"Es war unmöglich aufgrund von Zeitdifferenz und Flugangebot beide Wettkämpfe zu bestreiten. Rio und Dakar schlossen sich somit gegenseitig aus", argumentierte Klaas weiter. Sie war am Zuckerhut und kehrte am 28. Mai nach Frankfurt zurück, musste am nächsten Tag aber wieder aufbrechen, um in Ostrava werfen zu können.

"Fass ist übergelaufen"

Mehr als alle anderen Benachteiligungen und Strapazen hat Klaas, Heidler und Co. jedoch entsetzt, dass der Hammerwurf für Frauen beim Challenge-Meeting am 9. Juni in Madrid ersatzlos gestrichen wurde. "Jetzt kocht es über. Das Fass ist mit Madrid übergelaufen", sagte Heidler entrüstet.

Auf internationaler Ebene bemühe man sich, den Protest zu bündeln. An den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) haben sie ihre Kritik schon herangetragen und um Hilfe gebeten.

Disziplin Hammerwurf als Ballast behandelt?

"Ich verstehe die Kritik. Das sind Dinge, die für die Leistungsentwicklung nicht fruchtbar sind", erklärte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. "Wir sind als Verband verpflichtet auf die IAAF einzuwirken." Dabei könnte der DLV auch darauf hinweisen, dass ein Diamond-League-Gesamtsieger 40.000 US-Dollar erhält und der Gewinner der Hammer Challenge nur 30.000. "Warum? Ich kann da nicht unterscheiden", so Heidler.

"Es ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Hammerwerfers auf einem Abstellgleis weit entfernt von dem eigentlichen Schauplatz der Leichtathletik, der Diamond League, geparkt zu werden", so Klaas. "Es scheint so, als ob die IAAF die Disziplin Hammerwurf als Ballast halbherzig mitschleift, weil sie zum leichtathletischen Programm gehört und man sie nicht einfach streichen kann."

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