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Team-EM: Silber für DLV-Athleten

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EM-Silber für DLV-Athleten

19.06.2011, 14:54 Uhr | sid, dapd, dpa

Team-EM: Silber für DLV-Athleten . Markus Esser: Sein Meisterschaftsrekord bedeutet Platz eins. (Foto: dpa)

Markus Esser: Sein Meisterschaftsrekord bedeutet Platz eins. (Foto: dpa)

Die deutsche Leichtathletik-Nationalmannschaft hat bei der Team-Europameisterschaft in Stockholm die Silbermedaille gewonnen. Russland verteidigte seinen EM-Titel. "Wir haben den Anspruch untermauert, ein führendes Leichtathletik-Land in Europa zu sein", sagte DLV-Präsident Clemens Prokop. Den letzten Tag der Wettkämpfe hatte der deutsche Hammerwerfer Markus Esser mit einem überraschenden Auftaktsieg eingeleitet.

Essers Meisterschaftsrekord von 79,28 Meter bescherte ihm den ersten Platz vor dem Polen Pawel Fajdek mit 76,98 Metern. Der Russe Alexander Zagorny landete auf einem für ihn enttäuschenden siebten Platz. Der einzige gültige Versuch des Weltranglistenersten flog 73,85 Meter weit.

Harting verweist Konkurrenz in die Schranken

Danach genügten der WM-Zweiten Nadine Kleinert 17,81 Meter, um die Kugelstoßerinnen in Schach zu halten. "Nur der Sieg zählte, die Weite ist mir bei diesem Wetter egal", sagte sie. Weltmeister Robert Harting zeigte einmal mehr, wer der Chef im Diskus-Ring ist: Mit 65,63 Metern verwies er die Konkurrenz in die Schranken.

Den wegen Dauerregens kurzfristig in die Halle verlegten Stabhochsprung der Männer gewann der Ukrainer Maxim Masurik mit 5,72 Metern. Der Malte Mohr wurde höhengleich Zweiter bei dem Wettbewerb, der erst knapp zwei Stunden nach der EM-Veranstaltung im Olympiastadion von 1912 zu Ende ging.

Ukraine holt Bronze

Russland wiederholte mit mit 385 Punkten seinen Vorjahressieg vor dem DLV (331,5), der sechs Einzelsiege durch seine Werfer verzeichnete. Russland war der EM-Titel schon vor dem Stabhochsprung nicht mehr zu nehmen. Dritter wurde die Ukraine (304 Punkte) vor Großbritannien (289). Die Briten wurden über 4x400 Meter disqualifiziert, weil die Männerstaffel den Stab verlor.

Heidler greift Weltverband an

Für Gesprächsstoff neben den Wettbewerben hatte Deutschlands beste Hammerwerferin Betty Heidler gesorgt. Die Weltrekordlerin beklagte die geringe Wertschätzung der Hammerwerfer beim Weltverband. Am Vortag hatten neben Heidler die Stabhochspringerin Silke Spiegelburg und Kugelstoßer David Storl den Grundstein für das gute EM-Abschneiden der deutschen Leichtathleten gelegt.

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