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Leichtathletik: Otto bangt nach Fauxpas um WM-Teilnahme

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Otto bangt nach Fauxpas um WM-Teilnahme

10.08.2011, 14:17 Uhr | sid, dpa

Leichtathletik: Otto bangt nach Fauxpas um WM-Teilnahme. Stabartist: Björn Otto könnte der Sprung zur WM verwehrt bleiben. (Foto: imago)

Stabartist: Björn Otto könnte der Sprung zur WM verwehrt bleiben. (Foto: imago)

Der nächste deutsche Fauxpas im Vorfeld der Leichtathletik-WM: Eine "falsche" Wettkampfanlage kostet Stabhochspringer Björn Otto womöglich die ersehnte Teilnahme an den Titelkämpfen. Die 5,80 Meter, die der 33-Jährige vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen am 2. August beim internationalen Meeting in Landau überquerte, können nicht anerkannt werden. "Der Anlaufsteg muss mit Laser genau vermessen werden, denn für das Gefälle gibt es einen Grenzwert. Dieser Nachweis fehlt. Nach den DLV-Regeln war das in Landau also eine nicht korrekte Anlage", sagte Manfred Mamontow vom Referat Veranstaltungsmanagement des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Ottos Leistung könne deshalb nicht anerkannt werden. "Darüber haben wir den Veranstalter, den Athleten und den Weltverband bereits informiert", erklärte der stellvertretende Referatsleiter. Auf das technische Versäumnis sei der DLV erst durch eine Nachfrage des Weltverbandes IAAF aufmerksam geworden.

Geherin Krantz darf nach Panne doch starten

Otto hatte in Landau schon gejubelt, weil er die Norm (5,72 Meter) für die WM vom 27. August bis 4. September im südkoreanischen Daegu um acht Zentimeter überboten hatte. So hoch war der deutsche Meister von 2007 zuletzt vor vier Jahren gesprungen. Damit hätte er beste Chancen gehabt, als dritter deutscher Stabhochspringer neben den bereits nominierten Malte Mohr (5,81) und Raphael Holzdeppe (5,72) in Daegu zu starten.

Sabine Krantz kann dagegen Aufatmen. Die Geher-Meisterin über 20 Kilometer hatte die WM-Norm bei einem Qualifikationswettkampf am 11. Juni in Erfurt bereits erfüllt. Die Potsdamerin musste jedoch um ihre Teilnahme bangen, weil der Verband es versäumt hatte, den Wettkampf bei der IAAF anzumelden. DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop setzte sich daraufhin in einem Schreiben an die IAAF erfolgreich für den WM-Start von Krantz ein.

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