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Robert Harting attackiert den DOSB

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Harting: "Wie behämmert ist das?"

24.08.2011, 11:28 Uhr | sid, dpa

Robert Harting attackiert den DOSB.  (Quelle: imago)

Diskus-Weltmeister Robert Harting ärgert sich über die Prämien des DOSB. (Quelle: imago)

Diskus-Weltmeister Robert Harting hat sich mal wieder als Polterer und Provokateur hervorgetan. Er hat mit markigen Worten die Prämien in Deutschland beklagt und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angegriffen. "Ein polnischer Olympiasieger kriegt nach Karriereende 2000 Euro monatlich bis ans Lebensende. Da braucht man in Polen gar nicht mehr arbeiten zu gehen. Wir kriegen als Olympiasieger eine Kiste Bier - ein Jahr lang. Wie behämmert ist das?", sagte der Berliner in einem Interview der Zeitschrift "Sport Bild". Der Pole Piotr Malachowski hatte seinem Erzrivalen Harting bei der EM 2010 in Barcelona Gold weggeschnappt. (Ihre Meinung zählt: Die große Umfrage zur Leichtathletik-WM)

"Das muss man sich einmal reinziehen: Der DOSB lässt sich das Sponsoring teuer bezahlen, und wir kriegen dann eine Kiste Bier", sagte Harting weiter. "Super! Bier! So etwas Profanes. Oder fünf Prozent auf Reiseangebote. Fünf Prozent! Das sind fünf Euro von 100. Das ist total lächerlich. Da müsste man sich lieber etwas einfallen lassen, wie man Olympiasieger besser absichern kann."

Bei der Leichtathletik-WM in Daegu/Südkorea ist der 26-jährige Berliner der einzige deutsche Titelverteidiger. Vor den am Samstag beginnenden Wettkämpfen sieht er die deutsche Leichtathletik extrem geschwächt. "Wir Deutschen machen zum Beispiel die Vorbereitung noch viel zu schlecht. Da agieren wir teilweise wie Anfänger. Das sieht man dann auch an der Ausbeute der Medaillen. Zum Beispiel sind die Polen schlechter als wir. Aber die haben in der Leichtathletik schon 14 Wochen Trainingslager gehabt. Das war voll finanziert. Da steht eine ganze Nation dahinter. In Deutschland lässt das sehr zu wünschen übrig."


"Jetzt mache ich einfach, was ich will"

Gleichzeitig erklärte der 26-Jährige jedoch, dass er sich vor der WM viele Freiheiten gönnt. "Jetzt mache ich einfach, was ich will. Ich kann nicht mein ganzes Leben nach dem Werfen umstellen. Mal einen Donnerstagabend mit Freunden rumhängen, in eine Bar gehen, sich danebenbenehmen, die Bedienung bequatschen, das Lokal zerlegen und dann wieder gehen", sagte Harting. Für Südkorea hat er einiges vor: "Ich fühle mich wieder viel dynamischer. Ich glaube, dass ich so noch mehr Leistung bei der WM herausholen kann."

Unterdessen hat Stabhochspringer Malte Mohr den Deutschen Leichtathletik-Verband wegen des Trainingslagers im Vorfeld der WM attackiert. "Ich bin Gegner von solchen Situationen hier. Es ist zwar sehr schön hier mit dem Meer, aber im Prinzip langweile ich mich den ganzen Tag zu Tode. Das ist nicht die Motivation oder die Power, die ich eigentlich mitnehmen wollte in eine WM. Die geht dann hier ein bisschen verloren", sagte Mohr. Die DLV-Athleten bereiten sich seit dem 18. August in einer gemeinsamen Maßnahme auf der Urlaubsinsel Jeju vor der südkoreanischen Küste vor.

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