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Leichtathletik-WM: Matthias de Zordo beschert dem DLV den ersten WM-Titel im Speerwerfen

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Leichtathletik-WM 2011 - Speerwerfen  

Wie schon 2010: de Zordo haut einen raus

03.09.2011, 15:09 Uhr | t-online.de, sid

Leichtathletik-WM: Matthias de Zordo beschert dem DLV den ersten WM-Titel im Speerwerfen. Mathias de Zordo freut sich über seinen Triumph. (Foto: dpa)

Mathias de Zordo freut sich über seinen Triumph. (Foto: dpa)

Die deutschen Leichtathleten jubeln im südkoreanischen Daegu über ihre sechste WM-Medaille. Zum ersten Mal stellt der DLV den Weltmeister im Speerwerfen. Matthias de Zordo sorgte für eine Überraschung. Der 23-jährige Vize-Europameister von 2010 entthronte mit 86,27 Metern gleich im ersten Versuch Weltmeister Andreas Thorkildsen. Für den Norweger blieb nach 84,78 Metern bereits die dritte Silbermedaille nach 2005 und 2007. (Zum Nachlesen: Alle Entscheidungen des achten Wettkampftages im Live-Ticker)

Dritter hinter de Zordo und Thorkildsen wurde der Kubaner Guillermo Martinez (84,30 Meter). Der zweite deutsche Starter, Mark Frank, landete mit 81,81 Metern auf Rang acht. Bei Weltmeisterschaften scheint der 34-Jährige auf diese Position programmiert zu sein. Er erreichte sie bereits 2009 in Berlin und 2005 in Helsinki. Die bisher einzigen WM-Medaillen des DLV im Speerwerfen hatte 1995 und 2003 de Zordos Trainer Boris Henry gewonnen. Aber auch beim WM-Debüt 1983 in Helsinki hatte ein Deutscher gewonnen: Detlef Michel aus der DDR.

Einen Traum endlich leben

In der Qualifikation war es für de Zordo nicht optimal gelaufen. Der Vize-Europameister kam nur auf 82,05 Meter, weil er mit dem Anlauf nicht zurecht kam. Dagegen war er im Medaillenkampf von der ersten Sekunde an topfit. "Ich kannte das alles schon aus meinen Träumen. Es fühlt sich einfach phantastisch an", sagte de Zordo. Er schockte die Konkurrenz bereits im ersten Durchgang, als sein Speer bei böigen Winden über 86 Meter segelte.

Das vergebliche Warten auf den Norweger

de Zordo wäre aber gerne gezwungen gewesen, noch einen draufzupacken. "Es ist ein bisschen schade, dass der Titel schon mit einer 86er Weite wegging, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich weiß nicht, ob das bei einer WM wirklich für Gold reichen sollte. Ich wollte Andreas auf einem höheren Niveau schlagen und hier persönliche Bestleistung werfen." Doch Andreas (Thorkildsen) war dem Deutschen an diesem Tag schlicht nicht gewachsen - obwohl de Zordo immer an den Weltjahresbesten glaubte. "Ich habe bis zum letzten Wurf gebangt. Schließlich hat Thorkildsen erst vor kurzem 90 Meter geworfen. Ich habe immer damit gerechnet, dass er einen raushaut. Mein Glück war, dass er heute nicht in guter Form war."

Verletzung weggesteckt

Auch de Zordo hatte Probleme: mit seinem Stemm-Fuß. Er musste den Tape-Verband erneuern lassen und auf die Versuche drei und vier verzichten. Favorit Thorkildsen, der als Achter nur ganz knapp in den Endkampf gerutscht war, schob sich im vierten Versuch auf Rang zwei, doch zu mehr reichte es für den 29-Jährigen nicht mehr. Trotz seiner Verletzung ließ es sich de Zordo nicht nehmen, noch einmal unter dem Jubel der Zuschauer zum letzten Versuch anzutreten und sich anschließend feiern zu lassen.

Bolt holt sich sein Sprint-Gold

In Weltjahresbestleistung von 19,40 Sekunden rannte Sprint-Titan Usain Bolt zu Gold über 200 Meter. Olympiasieger und Titelverteidiger über diese Distanz, unterließ der Jamaikaner anders als im Finale über 100 Meter diesmal einen Fehlstart. Mit Saisonbestleistung (19,70) sicherte sich Walter Dix wie schon über die 100 Meter Silber. Der US-Amerikaner hatte genau eine Zehntelsekunde Vorsprung auf den schnellsten Weißen, Christophe Lemaitre. Der Franzose - Vierter über die 100 Meter und Europameister über die 200 - steigerte sich zu einem neuen Landesrekord. Und auch der Vierte, Jaysuma Saidy Ndure, lief noch Saisonbestleistung und blieb in 19,95 Sekunden unter der magischen 20-Sekunden-Marke. Ndure, in Gambia geboren und für Norwegen laufend, war über die 100 Meter im Halbfinale ausgeschieden.

Unfassbare Zeiten über 100 Meter Hürden

Für einen Paukenschlag sorgte auch die Australierin Sally Pearson im 100-Meter-Hürden-Finale der Frauen. In 12,28 Sekunden lief sie schneller zu Gold als jede Weltmeisterin jemals vor ihr. Sie verfehlte nur um sieben Hundertstelsekunden den 23 Jahre alten Weltrekord der Bulgarin Jordanka Donkowa. Nur drei Läuferinnen in der Geschichte waren jemals schneller als Pearson. Schon im Halbfinale hatte die 24-Jährige die Konkurrentinnen mit einer Weltjahresbestleistung (12,36) deklassiert. Die beiden US-Girls Danielle Caruthers und Dawn Harper liefen in jeweils 12,47 Sekunden zu persönlichen Bestleistungen und aufs Treppchen. Das Zielfoto entschied für Carruthers gegenüber Harper. Leistungsdichte auf derart hohem Niveau hatte sich erst tags zuvor im Speerwerfen der Frauen auf dem Podium versammelt. Cindy Roleder hatte im Hürden-Halbfinale mit der Einstellung ihrer persönlichen Bestzeit von 12,91 Sekunden Platz fünf belegt und damit das Finale verpasst.

Tschitscherowa entthront Vlasic

Im Hochsprung der Frauen führte an der Russin Anna Tschitscherowa kein Weg vorbei. Sie benötigte nur fünf Sprünge, um mit 2,03 Metern den Titel zu holen. Die Weltjahresbeste nahm jede Höhe im ersten Versuch. Erst an 2,05 Metern scheiterte die 29-Jährige drei Mal. Titelverteidigerin Blanka Vlasic aus Kroatien meisterte ebenfalls 2,03 Meter, hatte aber mehr Fehlversuche und musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Dritte wurde die Italienerin Antonietta di Martino, die zwei Meter übersprang.

Leichtathletik WM 2011 - Video 
"Ich muss den Titel erst noch realisieren"

Speerwurf-Weltmeister Matthias de Zordo über seinen Gold-Wurf. Video

Zehntes Gold für die USA

Die USA gingen durch Brigetta Barrett, die mit 1,93 Metern auf Platz zehn landete, im Hochsprung leer aus, haben durch den Sieg der 4x400-Meter-Frauenstaffel aber ihr zehntes Gold gewonnen. Sanya Richards-Ross, die zuvor zweimal geschlagene Allyson Felix, Jessica Beard und Francena McCorory liefen in 3:18,09 Minuten Weltjahresbestzeit. Silber holte Jamaika in 3:18,71, Bronze Russland in 3:19,36. Die deutsche Frauenstaffel mit Janin Lindenberg, Esther Cremer, Lena Schmidt und Claudia Hoffmann hatte mit Platz vier im Vorlauf in 3:27,31 das Finale verpasst. (Die besten Bilder des

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