Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Leichtathletik >

Leichtathletik: Ex-Dreispringer Friedek siegt gegen den DSOB

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Gericht: Friedek hat Anspruch auf Schadensersatz vom DOSB

15.12.2011, 15:13 Uhr | dapd

Leichtathletik: Ex-Dreispringer Friedek siegt gegen den DSOB. Charles Friedek gewinnt vor Gericht gegen den DOSB. (Quelle: imago)

Charles Friedek gewinnt vor Gericht gegen den DOSB. (Quelle: imago)

Der frühere Dreispringer Charles Friedek darf auf ein fünfstelliges Weihnachtsgeld hoffen. In einem Grundurteil erklärte das Landgericht Frankfurt am Main die Klage des Weltmeisters von 1999 wegen der Nicht-Nominierung für die Olympischen Spiele 2008 in Peking gegen den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) auf Schadenersatz für gerechtfertigt.

Friedek war trotz erfüllter Norm nicht nominiert worden. Deshalb fordert er vom DOSB 133.500 Euro für entgangene Start- und Sponsorengelder. Die Höhe der Entschädigungssumme muss nun in einem Betragsverfahren festgelegt werden.

DOSB will in die nächste Instanz gehen

"Das ist ein sehr sauberes Urteil, die Richterin ist meiner Argumentation gefolgt", erklärte Friedeks Rechtsanwalt Michael Lehner. Sein Mandant hatte die 17,00 Meter zweimal erreicht, allerdings in einem Wettkampf am 25. Juni 2008 in Wesel und nicht bei verschiedenen Gelegenheiten, wie von den Verbänden angedacht.

Der DOSB hat bereits angekündigt, in die Entscheidung des Landgerichtes nicht akzeptieren zu wollen. "Das ist ein unverständliches Urteil, da es einer Entscheidung sowohl des Landgerichts Frankfurt als auch des Oberlandesgerichts Frankfurt zur Nominierung von Charles Friedek widerspricht. Schon deshalb werden wir dagegen Berufung einlegen", sagte DOSB-Sprecher Christian Klaue.

Vorschlag: 60.000 bis 70.000 Euro

Nun bestehet aber die Möglichkeit, sich doch auf einen Vergleichs zu einigen. In der mündlichen Verhandlung am 3. November 2011 hatte die Richterin einen mit 60.000 bis 70.000 Euro dotierten Vergleich ins Gespräch gebracht. "Auf Basis des Vorschlags der Richterin in der Größenordnung von 70.000 Euro sind wir weiterhin bereit, uns mit dem DOSB zu einigen", sagte Lehner.

Das Deutsche Sportschiedsgericht als oberste Sportinstanz hatte allerdings die Auffassung des ehemaligen Athleten von Bayer Leverkusen und heutigen Trainer gestützt. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte Friedek daraufhin für Peking vorgeschlagen. Der DOSB fühlte sich an den Beschluss des Sportschiedsgerichts nicht gebunden. Aus den Nominierungsrichtlinien lasse sich die Vorgabe mit den zwei verschiedenen Wettkämpfen aber nicht entnehmen, erklärte nun die 13. Zivilkammer des Gerichts.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal