Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Leichtathletik >

Ariane Friedrich nimmt neuen Anlauf

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ariane Friedrich nimmt neuen Anlauf

21.12.2011, 13:20 Uhr | dapd

Ariane Friedrich nimmt neuen Anlauf. Ausgeglichen und zufrieden, aber nicht minder ehrgeizig: Ariane Friedrich (Quelle: dapd)

Ausgeglichen und zufrieden, aber nicht minder ehrgeizig: Ariane Friedrich (Quelle: dapd)

Fein dinieren statt Verletzung riskieren: Am Jahrestag ihres Achillessehnenrisses legt sich Ariane Friedrich auf die faule Haut. "Ich mache gar nichts, außer lecker Essen gehen", sagt die Hochspringerin. Am 22. Dezember 2010 zog sich die inzwischen 27 Jahre alte Leichtathletin bei einem Sprungkrafttest einen Sehnenriss im linken Fuß zu. Friedrich sagt vor dem unerfreulichen Jahrestag: "Ich werde nicht die Bohne trainieren, aber das ist reiner Aberglaube."

Zwölf Monate nach dem einschneidenden Ereignis spüre sie die Verletzung nicht mehr, erklärt die WM-Dritte von 2009. Im Hinblick auf das große Ziel Olympia trainiert sie längst wieder "volle Pulle". Mehr noch: Weil sich die Zwangspause günstig auf ihren chronisch lädierten Rücken auswirkte und sie zudem wieder das Gefühl für die Technik bekommen muss, macht sie auch wieder Sprungtraining. Nach buchstäblichen Anlaufschwierigkeiten stimme das Grundmuster wieder - "es lief einzigartig gut" -, aber Zweifel bleiben. Sie sagt: "Die Trainingsleistungen sind topp, aber die Frage ist: Kann ich das auch im Wettkampf umsetzen? Ist der Fuß so wie vorher?"

Ende Januar erster Wettkampf

Ob das Sprungbein den Maximalbelastungen standhält, wird Friedrich voraussichtlich am 28. Januar wissen. Beim Meeting in Antwerpen, wo sich die belgische Olympiasiegerin Tia Hellebaut nach der Geburt ihres zweiten Kindes zurückmelden wird, will auch die deutsche Rekordhalterin ihr Comeback geben. "Vor dem ersten Wettkampf werde ich mir schon ein bisschen in die Hose machen, aber ich freue mich darauf. Ich bin sehr gespannt, was in der Halle passiert", sagt Friedrich.

Drei weitere Wettkämpfe unterm Dach sollen im Februar folgen: Am 4. in Arnstadt, am 12. beim Meeting in Karlsruhe und am 26. erneut in der Europahalle bei den Deutschen Meisterschaften, bei denen sie ihren kampflos abgegebenen Titel zurückerobern will. Dann wird die Rekonvaleszentin auch die Antwort auf die Frage kennen, die sie sich seit ihrer unfreiwilligen Zuschauerrolle bei den Wettkämpfen im vergangenen Sommer immer wieder stellt: "Kann ich den Nachwuchs noch deckeln, oder werde ich gedeckelt?"

Zwei Meter erst im Sommer

In Deutschland führt Marie-Laurence Jungfleisch mit 1,93 Metern die Jahresbestenliste an. Zumindest von der heimischen Konkurrenz hat Friedrich also wenig zu befürchten, auch wenn sie die Latte noch nicht allzu hoch legen will: "Wünschenswert wären ganz hohe 1,90er-Höhen." Friedrichs Freiluftrekord steht seit zwei Jahren bei 2,06 Metern. Trainer Günter Eisinger ist bemüht, den Erwartungsdruck gering zu halten: "Es wäre vermessen, gleich mit Zwei-Meter-Höhen zu rechnen."

Die Rückkehr in diese Bereiche, in denen Weltmeisterin Anna Tschitscherowa und Friedrichs Erzrivalin Blanka Vlasic zu Hause sind, hat sich die Frankfurterin erst für den Olympiasommer zum Ziel gesetzt. Das Temperamentsbündel hat in den vergangenen zwölf Monaten gelernt, sich in Geduld zu üben und an kleinen Fortschritten zu erfreuen. "Als ich wieder joggen durfte, war ich der glücklichste Mensch der Welt", bekennt sie, spricht von einem "langen Weg" und bezeichnet ihre ersten Treppensprünge im August als "tollen Moment".

Pinkfarbene Haare, goldene Fingernägel

Überhaupt wirkt Ariane Friedrich ausgeglichen und zufrieden. Sie genieße ihr Training noch mehr, auch, weil sie es lockerer angehen lasse, ohne die frühere Verbissenheit, aber mit dem gleichen Ehrgeiz. "Ich mache mir wenig Druck, sehe jeden Tag als ein Geschenk, der mir die Chance gibt, noch besser zu werden. Vielleicht liegt's ja am Alter, dass man gelassener wird", sinniert die fast 28 Jahre alte Polizeikommissarin, die sich auch äußerlich verändert hat - wieder einmal.

Die Frau mit dem Faible für mutige Frisuren, die ein Jahr nach dem schwarzen Tag ausnahmsweise mal nicht auf Kalorien und Gewicht achten will, setzt bei ihrem Comeback auf eine pinkfarbene Haartönung und goldenen Nagellack.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal