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Kugelstoßer Storl verteidigt Titel

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Olympia-Stimmung bei EM-Generalprobe - Obergföll siegt

17.06.2012, 15:59 Uhr | dpa

Kugelstoßer Storl verteidigt Titel. Diskuswerfer Robert Harting in Aktion.

Diskuswerfer Robert Harting in Aktion. (Quelle: dpa)

Bochum (dpa) - Die deutschen Leichtathleten wollen bei den Europameisterschaften wieder Medaillen sammeln und in Helsinki Richtung London durchstarten.

In Finnlands Metropole geht Ende Juni das jüngste und eines der größten deutschen EM-Teams an den Start, um dann in Großbritanniens Hauptstadt nach zwei Olympia-Pleiten wieder an glorreiche alte Zeiten anzuknüpfen. Die Mischung stimmt: Routiniers und junge Talente setzten am Wochenende vor 30 000 Zuschauern bei den deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid die Akzente. Doch neben Jubel und Trubel gab es im Lohrheidestadion auch Frust und Tränen.

"Ich bin überzeugt davon, dass wir uns bei den Europameisterschaften erfolgreich präsentieren werden. Das wäre eine feine Sache, wenn wir mit guten EM-Ergebnissen zu den Olympischen Spielen reisen", sagte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. "Das würde das Selbstbewusstsein stärken."

Mehr als 100 Sportler werden den DLV in Finnland repräsentieren, 59 Sportler haben bisher die Olympia-Norm für die London-Spiele (27. Juli bis 12. August) erfüllt. "Unsere Athleten haben schon vor den Meisterschaften eine exzellente Visitenkarte abgegeben", sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. Cheftrainer Herbert Czingon freute sich über die ungewohnte Qual der Wahl: "Wir sind froh, wenn wir in gewissen Disziplinen in Nominierungsdruck geraten."

Hammerwerfer Markus Esser holte sich am Sonntag seinen sechsten Titel ab, musste seiner Tochter das Geschenk zum fünften Geburtstag aber schuldig bleiben. "Sie hat sich die Olympia-Norm gewünscht. Schade. Abhaken", meinte der alte und neue deutsche Meister, "im Sommer will sie den Papa endlich mal wieder im Fernsehen sehen." Esser schaffte den Hattrick, er gewann diesmal mit 75,38 Metern - gut zweieinhalb Meter fehlten dem Leverkusener zur London-Norm.

Während Esser, Hochsprung-Ass Ariane Friedrich und ihr männlichen Kollege Raul Spank sowie Speerwurf-Weltmeister Matthias de Zordo beim Angriff auf die Norm erneut scheiterten, trumpften viele Medaillenkandidaten groß auf. Gold-Hoffnung Robert Harting setzte seine Siegesserie im Diskus-Ring fort: Mit der Weltklasse-Weite von 67,79 Metern schickte der Doppel-Weltmeister Kampfesgrüße an die Konkurrenz. "Das waren optimale Bedingungen heute, aber ich war etwas müde", meinte der Berliner. Auch Kugel-Koloss David Storl war wieder Chef im Ring: 20,96 Meter, Titel verteidigt - der Weltmeister aus Chemnitz war zufrieden.

Ungefährdet gewann Christiane Obergföll ihre vierte Meisterschaft seit 2007. Mit starken 65,86 Meter hielt die Offenburgerin ihre Olympia-Mitfahrerinnen aus Leverkusen, Linda Stahl (64,35 Meter) und Katharina Molitor (63,20), auf Distanz. Eine spannende "Flug-Show" lieferten sich die Stabhochspringer. Der Wattenscheider Malte Mohr empfahl sich mit der Siegeshöhe von 5,82 Meter für eine Olympia-Medaille und der Zweite Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) überwand mit 5,77 Meter die Norm für London.

Ariane Friedrich gewann am Samstag im kühlen Nieselregen mit 1,86 Meter ihren sechsten Titel - dennoch rollten die Tränen. Zur London- Norm fehlten der Frankfurterin neun Zentimeter. "Das waren die schlechtesten Bedingungen, die ich jemals in einem Wettkampf hatte - sie waren ein Killer", schimpfte die deutsche Rekordhalterin. "Das ist so ungerecht vom Wettergott."

Strahlender Sonnenschein nützte aber ihrem Hochsprung-Kollegen Raul Spank auch nichts. Mit 2,22 Meter wurde der Titelverteidiger und WM-Neunte Dritter und verfehlte damit sowohl die EM- als auch die Olympia-Norm. Zum vierten Mal seit 2005 war Eike Onnen (Hannover) der Beste bei den nationalen Titelkämpfen. Auch seine 2,25 Meter reichten nicht, um die Limits für London und Helsinki zu erfüllen. Bangen muss um seinen Olympia-Auftritt weiter Speerwurf-Star Matthias de Zordo, der beim Einwerfen Schmerzen im linken Ellbogen verspürte und nichts riskieren wollte. "Das war eine Vorsichtmaßnahme", sagte der Weltmeister aus Saarbrücken.

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