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Spiegelburg glänzt mit deutschem Rekord in Monaco

20.07.2012, 22:35 Uhr | dpa

Spiegelburg glänzt mit deutschem Rekord in Monaco. Silke Spiegelburg ist beim Meeting in Monaco deutschen Rekord gesprungen.

Silke Spiegelburg ist beim Meeting in Monaco deutschen Rekord gesprungen. (Quelle: dpa)

Monte Carlo (dpa) - Stabhochspringerin Silke Spiegelburg hat mit einem deutschen Rekord eine glänzende Olympia-Generalprobe für London hingelegt.

Die Leverkusenerin schraubte beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Monaco die Bestmarke von Martina Strutz vom 30. August 2011 um zwei Zentimeter auf 4,82 Meter. Mit ausgelassenen Freudensprüngen feierte die 26 Jahre alte Spiegelburg ihren Erfolg.

Damit stellte die deutsche Meisterin auch eine Weltjahresbestleistung auf. Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa aus Russland, die in London ihr drittes Olympia-Gold nach 2004 und 2008 anstrebt, scheiterte dreimal an ihrer Anfangshöhe von 4,70. Spiegelburg besiegte unter anderem auch Weltmeisterin Fabiana Murer aus Brasilien. Vize-Weltmeisterin Strutz aus Neubrandenburg musste nicht nur zusehen, wie ihr die Rivalin den Rekord entriss, sondern enttäuschte auch als Siebte mit 4,54.

Für Issinbajewa endete ihr zweiter Saisonauftritt mit einem Debakel. Mit 4,75 Metern war sie vor zwei Wochen im französischen Sotteville-lès-Rouen in den Wettkampf-Sommer eingestiegen. Die beste Stabhochspringerin der Geschichte mit 28 Weltrekorden hatte kürzlich angekündigt, ihre Karriere nach der Heim-WM 2013 in Moskau definitiv zu beenden.

Diskuswerferin Nadine Müller musste sich in Monaco mit dem zweiten Platz begnügen. Die Vize-Welt- und -Europameisterin aus Halle/Saale kam auf mäßige 64,64 Meter. Es gewann Europameisterin Sandra Perkovic aus Kroatien mit 65,29. Die Weltjahresbestenliste führt Draja Pischtschalnikowa mit 70,69 an, die Russin fehlte allerdings im Fürstentum. Im Weitsprung kam Europameister Sebastian Bayer (Hamburg) mit 7,94 Metern nur auf Rang sechs beim Erfolg von Irwing Saladino aus Panama (8,16), dem Goldmedaillengewinner von Peking 2008.

Ein belgisches Zwillingspaar glänzte über 400 Meter: Jonathan Borlée siegte auf der Stadionrunde in 44,74 Sekunden vor Weltmeister James Kirani (Grenada/44,76). Borlées Bruder Kevin wurde Dritter in 44,94. Der Olympiasieger und Weltjahresbeste LaShawn Merritt aus den USA wurde offensichtlich von Krämpfen geplagt und beendete das Rennen vorzeitig.

Eine starke Weltjahresbestzeit lief der Kenianer Asbel Kiprob über 1500 Meter in 3:28,88 Minuten. Über 110 Meter Hürden setzte sich Hallen-Weltmeister Aries Merritt in einem blitzsauberen Rennen in 12,93 Sekunden vor Weltmeister und Landsmann Jason Richardson (beide USA/13,07) durch. Ein Debakel erlebte Südafrikas Star Caster Semenya, die über 800 Meter Neunte wurde.

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