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Bolt freut sich über Blakes Superzeit in Lausanne

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Bolt freut sich über Blakes Superzeit in Lausanne

24.08.2012, 13:14 Uhr | dpa

Bolt freut sich über Blakes Superzeit in Lausanne. Auch Yohan Blake beherrscht die große Show.

Auch Yohan Blake beherrscht die große Show. (Quelle: dpa)

Lausanne (dpa) - Usain Bolt fieberte hinter der Werbebande mit. Er hüpfte hin und her, klatschte in die Hände, und als an der Anzeigetafel von Lausanne die Superzeit von 9,69 Sekunden für Yohan Blake aufleuchtete, war der große Star der Leichtathletik sogar der Erste, der seinem Rivalen gratulierte.

"Mein Coach hat mir gesagt, dass ich noch schneller laufen kann. Heute habe ich es bewiesen", sagte Blake nach dem bislang schnellsten Rennen seiner Karriere. 9,69 Sekunden über 100 Meter: Der Weltmeister aus Jamaika ist nach Weltrekordhalter Bolt (9,58) und dem von ihm in Lausanne abgehängten Amerikaner Tyson Gay (9,69) erst der dritte Sprinter der Sportgeschichte, der die Marke von 9,7 Sekunden unterboten hat.

"Ich freue mich sehr für Yohan Blake", sagte Bolt, der bei diesem Diamond-League-Wettbewerb in der Schweiz nur wenige Minuten später einen Meetingrekord über 200 Meter aufstellte (19,58). "Ich wusste, dass er richtig Gas geben würde. 9,69 sind ein wunderbares Ergebnis."

Es ist ein ganz spezielles Verhältnis, das die beiden Supersprinter verbindet. Blake ist der einzige, der Bolt zurzeit gefährlich werden kann - trotzdem sind beide eng befreundet. Bolt hat die Hierarchie durch seine drei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen gerade erst wieder zementiert - und trotzdem gehen sich beide nun wahrscheinlich bis zur nächsten WM 2013 in Moskau wieder aus dem Weg. Auch beim Meeting-Klassiker in Zürich am kommenden Donnerstag will Bolt die 200 und Blake die 100 Meter laufen. Ein direktes Duell der beiden wird es so schnell nicht wieder geben.

"Mein Manager plant meine Auftritte. Er weiß schon, was er tut", sagte Blake dazu lapidar. Dieser Manager heißt Cubie Seegobin, und für ihn sind solche Abende wie in Lausanne die einzige Chance, seinen Athleten aus dem großen Schatten von Bolt herauszuholen. Solange Blake gewinnt und dabei noch Zeiten wie im ehrwürdigen "Stade Olympique de la Pontaise" läuft, fällt auch einiges an Aufmerksamkeit für ihn ab. Würde der 22-Jährige nach seinem zweiten Platz bei den Olympischen Spielen aber möglicherweise auch in Zürich oder Brüssel noch einmal gegen Bolt verlieren, wäre sein Nimbus als Kronprinz oder Herausforderer des großen Meisters schnell wieder dahin.

Ein Duell zwischen Bolt und Blake könnte wahrscheinlich sowieso kein Meeting-Direktor bezahlen. "Ich würde jeden Tag gegen Usain laufen, ich liebe das", sagte der vier Jahre jüngere Weltmeister in Lausanne. "Doch dafür müssten sie richtig viel Geld hinlegen."

Blake macht seinem Landsmann allerdings auch so schon Beine. Entgegen sonstiger Gewohnheiten zog Bolt sein 200-Meter-Rennen in Lausanne bis zur Ziellinie durch, der Olympiasieger quälte sich geradezu zu seiner Weltklasse-Zeit. Ganz und gar wollte er sich die Show dann doch nicht stehlen lassen von seinem Freund und Rivalen.

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