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Bolt und Rudisha: Zwei Superstars - zwei Welten

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Bolt und Rudisha: Zwei Superstars - zwei Welten

29.08.2012, 13:40 Uhr | dpa

Bolt und Rudisha: Zwei Superstars - zwei Welten. David Rudisha will in Zürich seine Fabelzeit von 1:40,91 Sekunden noch einmal unterbieten.

David Rudisha will in Zürich seine Fabelzeit von 1:40,91 Sekunden noch einmal unterbieten. (Quelle: dpa)

Zürich (dpa) - Was wäre wohl die größere Leistung: Einen Sprint gegen Usain Bolt zu gewinnen oder ein 800-Meter-Rennen mit David Rudisha? Diese Frage lässt sich zurzeit kaum beantworten, denn die beiden Weltrekordhalter und Olympiasieger sind in ihren Disziplinen nahezu unschlagbar.

Sicher ist nur, dass Rudisha noch unzählige weitere Rekorde und Medaillen sammeln könnte, ohne auch nur annähernd so viel zu verdienen wie Bolt. Wenn die beiden besten Leichtathleten der Welt an diesem Donnerstag beim traditionsreichen Meeting in Zürich antreten, wird der Superstar aus Jamaika ein mehr als dreimal so hohes Startgeld kassieren wie der Kenianer.

Rund 300 000 Franken Antrittsgage (250 000 Euro) soll Bolt für sein 200-Meter-Rennen beim berühmtesten Sportfest der Welt erhalten. Meeting-Direktor Patrick Magyar will diese Summe zwar nicht bestätigen, sagt aber ganz deutlich: "Ja, Usain Bolt ist seit 2008 teurer geworden. Es gibt aber auch keinen anderen Athleten auf der Welt, der eine solche Auswirkung auf die Zuschauerzahlen, auf die Vermarktung und auf das Medien-Interesse hat oder je hatte."

250 000 Euro für Bolt, weniger als 10 000 für einige der anderen 14 Olympiasieger in Zürich: Über diese bei jedem Meeting herrschende Diskrepanz wird in der Leichtathletik heftig gestritten. Es gibt Athleten, die das für ungerecht halten. Andere wie der deutsche Sprinter Tobias Unger meinen: "Für unseren Sport ist Usain Bolt sehr wertvoll. Er füllt die Stadien und zieht die Sponsoren an. Da profitieren alle von, das kann uns anderen Athleten nur recht sein."

In Zürich wäre das kleine Letzigrund-Stadion auch ohne Bolt voll. "In Rom oder Paris kann es aber 10 000 Zuschauer ausmachen, ob er dabei ist oder nicht", sagt Magyar. "Außerdem diskutiert kein Mensch darüber, dass Lionel Messi beim FC Barcelona viel mehr verdient als Xavi oder Iniesta. Dabei sind die beiden Welt- und Europameister."

Bei Bolt und Rudisha liegen die Unterschiede auch nicht in den Leistungen, sondern in ihrer Wirkung auf Fans, Sponsoren, Medien. Spitzensport ist auch Showgeschäft - deshalb werden Sprinter in der Regel reicher als Mittelstreckenläufer. "Schrill und extrovertiert ist der eine, fast schon schüchtern der andere", schrieb die "Neue Zürcher Zeitung" über Bolt und Rudisha. Dieser Vergleich lässt sich beliebig fortsetzen. Bolt lebt im Sommer in London, Rudisha in Tübingen. Der Kenianer wurde bei Olympia für seinen Weltrekord gefeiert, der Jamaikaner schon beim Betreten des Stadions.

Es ist in Zürich ein offenes Geheimnis, dass Rudisha seine Fabelzeit von 1:40,91 Sekunden am Donnerstag noch einmal unterbieten will. Seine Manager redet offen davon, sein Trainer auch, nur er selbst hält sich zurück. "Das ist mein erstes Rennen nach Olympia und mein letztes in dieser Saison. Ich will mein Bestes geben", sagte der 23-Jährige. Bolt möchte für den Rest der Saison nur noch "Spaß haben und die Rennen genießen". Auch ein Duell mit seinem Freund und Rivalen Yohan Blake wird es im Letzigrund nicht geben. Das möchte weder ihr Trainer noch einer der beiden Sprintstars.

Auch einer anderen Idee hat das ansonsten für jede Show offene Bolt-Lager erst einmal eine Absage erteilt: einem 400-Meter-Rennen zwischen ihm und Rudisha. "Ein solcher Showdown würde nur Rudisha nützen", sagte Bolts Manager Ricky Simms dazu. Vielleicht weil der dann endlich einmal so viel kassieren würde wie Bolt.

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