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Betty Heidler: Hammerwerferin beim ISTAF wieder vorn

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ISTAF: Heidler siegt wieder - Storl geht ohne Weite

03.09.2012, 10:14 Uhr | dpa

Betty Heidler: Hammerwerferin beim ISTAF wieder vorn. Betty Heidler warf ihren Hammer 75,18 Meter weit.

Betty Heidler warf ihren Hammer 75,18 Meter weit. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Hammer-Frau Betty Heidler hat sich mit einem Sieg in den Urlaub verabschiedet. Die Olympia-Dritte aus Frankfurt am Main wiederholte beim Berliner ISTAF ihren Vorjahreserfolg und wurde von den rund 50 000 Fans im Olympiastadion gefeiert.

An die 75,18 Meter der gebürtigen Berlinerin kam am Sonntag keine ihrer Konkurrentinnen heran. Mit jedem ihrer sechs Versuche hätte die 28-Jährige den Wettbewerb gewonnen. Um mehr als einen Meter distanzierte die gebürtige Berlinerin die Kubanerin Yipsi Moreno (73,87). Europameisterin Anita Wlodarczyk aus Polen wurde mit 73,80 Dritte.

"Ich bin sehr zufrieden. Es war der beste Saisonabschluss, den ich je hatte", sagte Heidler und verabschiedete sich in den Urlaub. "Ende gut, alles gut", sagte sie über ihr turbulentes Sportjahr 2012. Heidlers Clubkollegin Kathrin Klaas, in London Olympia-Fünfte, landete auch im Berliner Olympiastadion mit 71,97 Metern auf dem fünften Platz. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Tatjana Lysenko aus Russland musste sich mit 72,39 Metern mit dem vierten Rang begnügen. Heidlers Weltrekord steht bei 79,42 Meter.

Zuvor hatte Speerwerferin Christina Obergföll den dritten Platz belegt - mehr als die 62,57 Meter waren für die Olympia- und EM-Zweite aus Offenburg nicht drin. Mit dem letzten Versuch des Wettbewerbs - starken 67,52 Meter - sicherte sich die WM-Dritte Sunette Viljoen aus Südafrika noch den Sieg vor der Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Barbora Spotakova aus Tschechien (66,83). Die Olympia-Dritte Linda Stahl aus Leverkusen wurde mit 62,51 Meter knapp hinter Obergföll Vierte.

"Ich war voll motiviert, aber technisch lief da heute nichts zusammen. Das hatte ich echte Probleme", sagte Obergföll, die am kommenden Freitag beim Diamond-League-Finale in Brüssel ihren letzten Wettkampf in diesem Jahr bestreitet. "Da ist ja in der Wertung schon alles entschieden. Ich kann mich darauf freuen und ohne Druck werfen", kündigte die 31-Jährige an.

Bei Kugelstoß-Weltmeister David Storl zwickte die Wade. Mit drei Fehlversuchen musste sich der 22 Jahre alte Chemnitzer beim Heimspiel von den Fans verabschieden. Der Olympia-Zweite fand nicht zu seiner Form: In London hatte er Silber hinter dem Polen Tomasz Majewski erkämpft, der sich diesmal als Zweiter mit 21,31 Meter ebenfalls geschlagen geben musste.

Den Sieg im Berliner Olympiastadion holte sich der Olympia-Dritte Reese Hoffa aus den USA mit 21,37 Metern. Hallenweltmeister Ryan Whiting wurde mit 21,17 Dritter. Routinier Ralf Bartels vom SC Neubrandenburg, schon 34 Jahre alt, landete mit 19,07 Metern auf dem sechsten Platz.

"Ich war wirklich angeschlagen durch meine Wade. Das hat mich ganz schön behindert", erklärte Storl. Beim Meeting in Zürich habe sich die kleine Verletzung in der Wade wieder gezeigt. "Es ist dann schwierig, damit irgendwas zu reißen", sagte der Sachse nach seinem letzten Wettkampf im für ihn erfolgreichen

Hürdensprint-Olympiasieger Aries Merritt feierte einen ungefährdeten Sieg, den Weltrekord verfehlte er aber um 10 Hundertstelsekunden. Der 27 Jahre alte Amerikaner kam in 12,97 Sekunden ins Ziel. Zweiter wurde sein Landsmann Ryan Wilson in 13,45 Sekunden. Der deutsche Meister Alexander John (Leipzig) wurde abgeschlagen in 13,85 Sekunden als bester deutscher Athlet Fünfter. Der Weltrekord des Kubaners Dayron Robles steht bei 12,87 Sekunden.

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