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Ein Weltrekord liegt in der Luft: Mutai ist bereit

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Ein Weltrekord liegt in der Luft: Mutai ist bereit

28.09.2012, 07:51 Uhr | dpa

Ein Weltrekord liegt in der Luft: Mutai ist bereit. Geoffrey Mutai will auch in Berlin gewinnen.

Geoffrey Mutai will auch in Berlin gewinnen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Ein Weltrekord liegt in der Berliner Luft: Wenn alles nach Plan läuft und das Wetter mitspielt, kann es Marathon-Mann Geoffrey Mutai am Sonntag schaffen. Der Kenianer hat es drauf - er will die ein Jahr alte Bestmarke seines Landsmanns Patrick Makau auslöschen.

Fast 41 000 Läufer/innen und Power Walker haben für die 39. Auflage gemeldet, der Startschuss für das Elite-Feld fällt um 9.00 Uhr. Eurosport und nt-v übertragen live von der 42 195 Meter langen Strecke mit Start und Ziel auf der Straße des 17. Juni.

Die Weltrekordzeit Makaus - 2:03:38 Stunden - ist selbst für Mutai nicht ohne. Berlin wird kein Selbstläufer für den Mann aus dem Koibatek District im kenianischen Great Rift Valley. Nur wenn der 30-Jährige in Top-Form ist, fällt der Weltrekord - es wäre schon der fünfte seit 2003 auf dem schnellen Berliner Pflaster. Vor zwei Jahren war Mutai im strömenden Regen Zweiter geworden, ganze zwei Sekunden hinter Makau, der in 2:05:08 siegte.

Das Berlin-Debüt war 2010 sicher eine Empfehlung für weitere Starts in der Hauptstadt, doch der Coup glückte Mutai am 18. April 2011: Beim Boston-Marathon triumphierte er in unglaublichen 2:03:02 Stunden - niemals war ein Mensch auf der klassischen Strecke schneller unterwegs. Mutais Bestzeit konnte jedoch nicht als Weltrekord anerkannt werden, denn Boston hat eine Punkt-zu-Punkt- Strecke und keinen Rundkurs. Außerdem liegt der Start 139 Meter niedriger als das Ziel - erlaubt ist ein Gefälle von höchstens 42 Metern. Im Herbst 2011 bestätigte Mutai seine Superzeit mit dem Streckenrekord in New York (2:05:06).

"Geoffrey Mutai ist in diesem Jahr unser großer Star", sagte Renndirektor Mark Milde. "Er ist für uns die Ideallösung." Mutai hatte die interne Olympia-Qualifikation der Kenianer für die London-Spiele verpasst, und auch diesmal kommt die härteste Konkurrenz wieder aus dem eigenen Land. Sechs Kenianer sind mit einer Bestleistung von unter 2:10 Stunden angereist, gleich vier Tempomacher wurden für die schnellste Gruppe mit Mutai engagiert. Der härteste Konkurrent des Top-Favoriten dürfte Jonathan Maiyo sein, der eine Bestzeit von 2:04:56 Stunden vorweisen kann.

Auch Jan Fitschen hat sich für sein Berlin-Debüt viel vorgenommen. "Ich will auf jeden Fall eine neue Bestzeit laufen. Mit den 2:15:40 Stunden von Frankfurt bin ich nicht zufrieden", sagte der 35-Jährige vom TV Wattenscheid vor seinem vierten Marathon-Start. Eines hat der Sensations-Europameister über 10 000 Meter von 2006 in Göteborg mit Mutai gemeinsam: Auch Fitschen konnte sich nicht für die Olympischen Spiele in London qualifizieren. Zur Bestzeit des Afrikaners fehlen dem Deutschen aber 12:38 Minuten - das sind Marathon-Welten.

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