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Mutai: "Nie Kontakt" zu verdächtigen Ärzten

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Ein Weltrekord liegt in der Luft: Mutai ist bereit

28.09.2012, 12:52 Uhr | dpa

Mutai: "Nie Kontakt" zu verdächtigen Ärzten. Der Kenianer Geoffrey Mutai will beim Berlin-Marathon die Weltrekordzeit von 2:03:38 Stunden unterbieten.

Der Kenianer Geoffrey Mutai will beim Berlin-Marathon die Weltrekordzeit von 2:03:38 Stunden unterbieten. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Ein Weltrekord liegt in der Berliner Luft: Wenn alles nach Plan läuft und das Wetter mitspielt, kann es Marathon-Mann Geoffrey Mutai am Sonntag schaffen. Der Kenianer hat es drauf - er will die ein Jahr alte Bestmarke seines Landsmanns Patrick Makau - 2:03:38 Stunden - auslöschen.

Fast 41 000 Läufer/innen und Power Walker haben für die 39. Auflage gemeldet, der Startschuss für das Elite-Feld fällt um 9.00 Uhr. Eurosport und nt-v übertragen live von der 42 195 Meter langen Strecke.

Auf einer Pressekonferenz wurde Mutai nicht nur nach dem Weltrekord gefragt. Da hielt sich der Marathon-Star bedeckt. Vehement sprach er sich gegen Doping und für einen sauberen Sport aus. "Doping schadet der Leichtathletik. Es trägt aber auch dazu bei, dass öfter getestet wird", sagte der 30-Jährige und versicherte: "Ich hatte nie Kontakt zu Ärzten, die mir verbotene Mittel angeboten haben." Nach Monaten des Abstreitens hatte Kenias Leichtathletik- Verband am Vortag erstmals bestätigt, dass Dopingvorwürfe gegen mehrere Ärzte geprüft werden. Sie sollen Läufern in Kenia verbotene Substanzen injiziert haben.

Mutai ist besonders motiviert, weil er sich im Sommer nicht für die Olympischen Spiele in London qualifizieren konnte. Für Berlin hat er sich eine Halbmarathonzeit von 61:40 Minuten vorgenommen. Dies wären vier Sekunden unter der Weltrekord-Durchgangszeit von Makau. Löscht Mutai die Bestmarke seines Landsmanns, hätte er in gut zwei Stunden 120 000 Euro verdient: 50 000 für den Weltrekord, 40 000 als Sieger und 30 000 Euro Bonus für eine Zeit unter 2:04 Stunden.

Doch Berlin wird kein Selbstläufer für den Mann aus dem Koibatek District im kenianischen Great Rift Valley. Nur wenn der Favorit in Top-Form ist, fällt der Weltrekord - es wäre schon der fünfte seit 2003 auf dem schnellen Berliner Pflaster. Vor zwei Jahren war Mutai im strömenden Regen Zweiter geworden, ganze zwei Sekunden hinter Makau, der in 2:05:08 siegte.

Das Berlin-Debüt war 2010 sicher eine Empfehlung für weitere Starts in der Hauptstadt, doch der Coup glückte Mutai am 18. April 2011: Beim Boston-Marathon triumphierte er in unglaublichen 2:03:02 Stunden - niemals war ein Mensch auf der klassischen Strecke schneller unterwegs. Mutais Fabelzeit konnte jedoch nicht als Weltrekord anerkannt werden, denn Boston hat eine Punkt-zu-Punkt- Strecke und keinen Rundkurs. Zudem liegt der Start 139 Meter niedriger als das Ziel - erlaubt ist ein Gefälle von 42 Metern.

"Geoffrey Mutai ist in diesem Jahr unser großer Star", sagte Renndirektor Mark Milde. "Er ist für uns die Ideallösung." Einmal mehr kommt die härteste Konkurrenz für Mutai aus dem eigenen Land: Sechs Kenianer sind mit einer Bestleistung von unter 2:10 Stunden angereist, gleich vier Tempomacher wurden für die schnellste Gruppe mit Mutai engagiert. Der härteste Konkurrent des Top-Favoriten dürfte Jonathan Maiyo sein, der eine Bestzeit von 2:04:56 Stunden hat.

Auch Jan Fitschen hat sich für sein Berlin-Debüt viel vorgenommen. "Ich will auf jeden Fall eine neue Bestzeit laufen. Mit den 2:15:40 Stunden von Frankfurt bin ich nicht zufrieden", sagte der 35-Jährige vom TV Wattenscheid vor seinem vierten Marathon-Start. Eines hat der Sensations-Europameister über 10 000 Meter von 2006 in Göteborg mit Mutai gemeinsam: Auch Fitschen konnte sich nicht für die Olympischen Spiele in London qualifizieren. Zur Bestzeit des Afrikaners fehlen dem Deutschen aber 12:38 Minuten - das sind Marathon-Welten.

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