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Junges DLV-Team übt für Rio 2016

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Leichtathletik  

Junges DLV-Team übt für Rio 2016

07.08.2013, 12:41 Uhr | dpa

Junges DLV-Team übt für Rio 2016. Martin Keller ist derzeit der schnellste deutsche Sprinter.

Martin Keller ist derzeit der schnellste deutsche Sprinter. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Mit gewachsenem Selbstbewusstsein und großer Neugierde ist der erste Teil des deutschen Leichtathletik-Teams zu der Leichtathletik-WM nach Moskau aufgebrochen.

Nach dem Aufschwung bei den Titelkämpfen in Daegu/Südkorea 2011 und bei den Olympischen Spielen 2012 in London herrscht bei den Funktionären auch eine neue Gelassenheit. "Wir haben eine junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren, und ein Ziel ist die systematische Vorbereitung auf Rio de Janeiro 2016", sagt Verbandschef Clemens Prokop.

Während Sportdirektor Thomas Kurschilgen und Bundestrainer Idriss Gonschinska partout keine Medaillenprognosen für die 66-köpfige Mannschaft abgeben wollen, äußert sich zumindest der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes etwas konkreter. Auch Prokop will die jungen DLV-Sportler nicht mit zu großen Erwartungen überfrachten, sagt aber: "Dennoch haben wir 30 Athleten, die in der Weltbestenliste unter den Top 12 sind und darunter zwölf Athleten, die zu den Top vier zählen. Diese Zwölf, zu denen Robert Harting, Christina Obergföll, Christina Schwanitz, Björn Otto, David Storl oder Betty Heidler gehören, sind auch unsere Medaillenkandidaten."

Außerdem hofft er im Luschniki-Stadion auf eine Überraschung, wie es beispielsweise Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf als Silbermedaillengewinnerin in London gelungen war. Diese könnte Weitspringerin Sosthene Moguenera aus Wattenscheid schaffen, die vergangene Woche mit einem 7,04-Meter-Satz in Weinheim auf sich aufmerksam machte.

Mit breiter Brust tritt Diskus-Olympiasieger Harting an. Der Berliner kann zum dritten Mal nacheinander Weltmeister werden und lässt sich erst gar nicht verrückt machen von den Erwartungen: "Ich trage keinen Rucksack mit der Last des Favoriten auf dem Rücken, sondern Raketen, die mir Schub geben." Während die deutschen Schwimmer auch bei der WM in Barcelona untergegangen sind und weiter in der Krise stecken, verspüren die Leichtathleten nach der Ausbeute von sieben Medaillen bei der WM 2011 und vor allem von achtmal Edelmetall von London spürbaren Aufwind. Das US-Magain "Track & Field" traut den Deutschen erneut acht Podiumsplätze zu. Mit Harting und Kugelstoß-Ass Storl hat der DLV zwei Titelverteidiger im Ring. "Das Minimalziel ist eine Medaille", erklärt der erst 23 Jahre alte Chemnitzer. Speerwerfer Matthias de Zordo, der in Daegu überraschend triumphiert hatte, muss nach seinem Achillessehnenriss zu Hause bleiben.

Nach fünfmal Silber bei internationalen Meisterschaften und einer Siegesserie in der Diamond League ist seine Disziplinkollegin Christina Obergföll reif für ihren ersten großen Titel. "Es fehlt einfach noch das Gold, davon träume ich, keine Frage", sagt die Offenburgerin. Durch ihre tolle Form und die Babypause der tschechischen Weltrekordlerin Barbora Spotakowa "hat Christina die besten Chancen, endlich die langersehnte Goldmedaille zu gewinnen", urteilt Steffi Nerius, die Weltmeisterin von Berlin 2009. In der Weltjahresbestenliste liegt allerdings Titelverteidigerin Maria Abakumowa aus Russland mit 69,34 Metern vor Obergföll.

Der einzige deutsche Weltjahresbeste in einer Disziplin ist Zehnkampf-Europameister Pascal Behrenbruch (Frankfurt/Main) mit 8514 Punkten. In der Nationenwertung will der DLV seinen fünften Platz hinter der Leichtathletik-Großmacht USA, Gastgeber Russland, den laufstarken Kenianern und Sprint-Spezialisten aus Jamaika um Superstar Usain Bolt verteidigen.

Kurschilgen spricht von einem Umbruch im Nationalteam. Da fehle unter Umständen noch "die hohe Wettkampf-Stabilität". Die jungen Sportler sollen sich vor allem an Abläufe und Nervenanspannung bei einer WM gewöhnen. "Wettkampfkompetenz auf Weltklasseniveau lässt sich nicht simulieren", erklärt der Sportdirektor. Das gewachsene Selbstbewusstsein im deutschen Lager demonstrieren inzwischen selbst die Sprinter, denen Kurschilgen einen Entwicklungsschub bescheinigt. Nach Topzeiten zuletzt von Martin Keller und Julian Reus meinte der Leipziger Keller zu den Staffelchancen kess: "Vielleicht holen wir ja Bronze."

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