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Behrenbruch: "Fast sicher, dass wir eine Medaille holen"

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Leichtathletik  

Behrenbruch: "Fast sicher, dass wir eine Medaille holen"

09.08.2013, 14:02 Uhr | dpa

Behrenbruch: "Fast sicher, dass wir eine Medaille holen". Die deutschen Zehnkämpfer bei der WM: Pascal Behrenbruch (l), Rico Freimuth (M)und Michael Schrader.

Die deutschen Zehnkämpfer bei der WM: Pascal Behrenbruch (l), Rico Freimuth (M)und Michael Schrader. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Zehnkampf-Einzelgänger Pascal Behrenbruch gab sich einen Tag vor seinem Auftritt bei der WM in Moskau nicht als Egoist.

"Ich bin mir fast sicher, dass ein Deutscher eine Medaille gewinnen wird. Wir sind sehr stark", sagte der 28-jährige Europameister, der mit Michael Schrader und Rico Freimuth zum Kampf der Leichtathletik-"Gladiatoren" in das Luschniki-Stadion einziehen wird. Zuletzt hatte vor 16 Jahren Frank Busemann WM-Bronze gewonnen. Den einzigen deutschen Mehrkampf-Titel holte 1987 Torsten Voß.

Das WM-Gold glaubt Behrenbruch bereits an den Weltrekordler Ashton Eaton (USA) vergeben. "Ich habe ihn in Tallinn gesehen. Wenn er sein Programm abspult, ist er fast unschlagbar", meinte der ehrgeizige Frankfurter. "Wenn er während des Wettkampfes Spaß hat und sich nicht zu sehr unter Druck setzt, kann er bei dieser WM viel erreichen", sagte hingegen Olympiasieger Eaton über den "typischen Deutschen, der auf Fotos kein Hemd und die Haare immer wirr trägt".

Tatsächlich liebt Behrenbruch die Pose, das Drama und den Kampf gegen Gott und die Welt. 2011 warf der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) den Querkopf aus dem Olympia-Kader. Er wanderte nach Tallinn aus und qualifizierte sich im Alleingang für die London-Spiele, gewann zuvor sogar den EM-Titel in Helsinki. Nach diesem Kraftakt ging ihm die Puste aus, mehr als Platz zwölf war an der Themse nicht mehr drin - er hat seine Lehren daraus gezogen.

"Jetzt ist alles entspannter, ich habe hart, aber nicht zu viel trainiert und spartanisch gelebt", berichtete der WM-Siebte von 2011. Vorbereitet hat sich Behrenbruch, der mit 8514 Punkten als Weltranglistenerster in den Titelkampf geht, wieder mit Trainer Andrej Nazarov im abgeschiedenen Estland. "Jetzt gehe ich zuversichtlich in die WM und hoffe "noch eine Schippe drauflegen zu können", sagte er.

Die Aufenthalte in Tallinn und das dortige Alleinsein haben ihn verändert. "Ich hatte nicht die Fähigkeit zu erkennen, was richtig ist. Dies habe ich dort gelernt", berichtete Behrenbruch. Es war kein radikaler Wandel: Bei der WM-Qualifikation in Götzis brüskierte er einmal mehr die DLV-Trainer, brach den Wettkampf ab und reiste ohne ein Wort ab. "Wir sind keine Fußball-Mannschaft und Pascal geht einen ganz eigenen Weg", sagte Zehnkampf-Teamchef Claus Marek zu seinem Enfant terrible. Er spricht trotz aller Differenzen von einer Win-Win-Situation: "Wenn er gewinnt, gewinnen wir alle."

Nicht ganz so sehen es seine deutschen Rivalen Rico Freimuth (Halle) und Michael Schrader (Leverkusen), die nicht all zu viele Sympathien für Behrenbruch hegen. Dagegen sind die beiden Freunde, trainieren und wohnen sogar zusammen. "Wir sind eine typische Männer-WG. Wir haben die gleichen Interessen und den gleichen Humor", berichtete Freimuth. "Die Konkurrenz ist im eigenen Haus, die Konkurrenz ist sogar der beste Freund. Das motiviert zusätzlich."

Während Freimuth wie bei den Olympischen Spielen in London "einen Platz unter den ersten Sechs" anstrebt, hält sich Schrader mit Prognosen zurück. "Natürlich habe ich mein Ziel, doch das behalte ich für mich. Eine Medaille spielt überhaupt keine Rolle", sagte der Olympia-Zehnte von 2008, der ein Jahr später mit 8522 Punkten seine Bestleistung aufstellte. Danach kämpfte er fast nur noch mit Verletzungen. "Es ist das erste Jahr nach langen Verletzungen, da steht erstmal die Gesundheit an erster Stelle", sagte Schrader.

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