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Leichtathletik-WM 2013: Usain Bolt feiert in Moskau 100-Meter-Sieg

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Leichtathletik  

Bolt feiert im Regen von Moskau 100-Meter-Sieg

12.08.2013, 09:14 Uhr | dpa

Leichtathletik-WM 2013: Usain Bolt feiert in Moskau 100-Meter-Sieg. Usain Bolt bleibt der Sprintkönig.

Usain Bolt bleibt der Sprintkönig. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Er kämpfte gegen den Regen, einen starken Justin Gatlin und auch gegen ein immer größer gewordenes Misstrauen nach den Dopingskandalen der vergangenen Wochen.

Aber am Ende feierte Superstar Usain Bolt mit sichtlicher Erleichterung den 100-Meter-Sieg bei der Leichtathletik-WM in Moskau. Mit der persönlichen Saisonbestzeit von 9,77 Sekunden gewann der Olympiasieger aus Jamaika vor seinem einzigen verbliebenen echten Konkurrenten Gatlin (USA/9,85) und seinem jamaikanischen Staffelkollegen Nesta Carter (9,95). "Ich habe meinen Job erledigt und das zählt", meinte Bolt ganz cool. "Ich hatte immer das Vertrauen in mich, dass ich dieses Rennen gewinnen werde."

Aus seiner Sicht war dieser Sieg eine klare Antwort: Auf die immer offener ausgesprochenen Doping-Verdächtigungen in den vergangenen Wochen und auch auf das verlorene WM-Gold 2011 in Daegu, als er wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde. Zum ersten Mal in seiner Laufbahn musste sich Bolt einen Titel zurückerobern.

Nachdem ihm das im nicht einmal ausverkauften Luschniki-Stadion gelang, ist er jetzt je sechsmal Weltmeister und Olympiasieger im Sprint. Und sollte er in Moskau auch noch wie erwartet die Goldmedaillen über 200 und 4 x 100 Meter gewinnen, würde er Carl Lewis (USA) bereits im Alter von 26 Jahren als erfolgreichsten Athleten der WM-Geschichte ablösen.

"Ich bin hierhergekommen, um dreimal Gold zu holen", sagte Bolt. "Es fühlt sich großartig an, mir diesen Titel (100 Meter) zurückgeholt zu haben. Ich bin glücklich."

In diesem Moment stand er ganz unter dem Eindruck eines Abends, der voller symbolträchtiger Bilder war. Unmittelbar vor dem Rennen begann es stark zu regnen - ganz so, als sei dies eine höhere Strafe für die unter permanentem Dopingverdacht laufenden Sprinter. Als Bolts Sieg nach langer Gegenwehr von Gatlin aber feststand, kehrte mit jedem Meter auf seiner Ehrenrunde die Erleichterung beim Superstar und die alte Begeisterung beim Publikum zurück.

Bolt verneigte sich vor den Zuschauern. Er posierte mit großem Vergnügen und der jamaikanischen Fahne vor den Fotografen. Als er wieder an der Ziellinie angekommen war, zeigte er unter dem großen Jubel der Zuschauer auch zum ersten Mal in Moskau seine berühmteste Geste: den Bogenschützen.

Doch das alles kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bolt bis kurz vor dem Rennen vor allem eines war: ungewohnt angespannt. Seine berühmten Showeinlagen waren viel zurückhaltender als gewohnt. Eine Pressekonferenz wollte er im Vorfeld auch nicht geben. Selbst das Publikum in Moskau bejubelte ihn zunächst nicht annähernd so laut und ungehemmt, wie das zuvor noch bei den großen Usain-Bolt-Festspielen in Berlin (2009), Daegu (2011) oder bei Olympia in London vor einem Jahr der Fall war. Bolt war zwar nie direkt verwickelt in den Dopingskandal um seine Rivalen Tyson Gay (USA) und Asafa Powell (Jamaika). Er traf ihn aber dennoch hart - weil er ihm nach wie vor viel von seinem Glanz zu nehmen droht.

"Ich nehme die Dinge nie leicht", sagte er am Sonntag dazu. "Ich arbeite immer hart. Deshalb bin ich ein Champion."

Der einzige, der nach den Enthüllungen der vergangenen Wochen immer so tat, als wäre nichts passiert, war sein Rivale Gatlin. Der frühere Dopingsünder, Olympiasieger und Weltrekordhalter hatte noch nach dem Vorlauf am Samstagabend getönt: "Ob ich die Goldmedaille gewinnen werde? Ja!"

Der Amerikaner lieferte Bolt immerhin starke Gegenwehr. Bis ungefähr 20 Meter vor der Ziellinie war er ihm dicht auf den Fersen. Diese Silbermedaille ist auch der größte Erfolg des Amerikaners seit seinem Comeback nach einer Dopingsperre vor drei Jahren. Und auf ihrer Ehrenrunde tauschten Bolt und Gatlin sogar noch ein paar freundliche Worte aus. Zumindest die Sprinter selbst wollten einen Abend lang einmal nichts wissen von der Dopingaffäre.

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