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Leichtathletik-WM 2013: Frank Busemann traut Michael Schrader auch Titel zu

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Leichtathletik  

Ex-Zehnkämpfer Busemann traut Schrader auch Titel zu

12.08.2013, 15:59 Uhr | dpa

Leichtathletik-WM 2013: Frank Busemann traut Michael Schrader auch Titel zu. Frank Busemann wurde bei der WM 1997 Dritter.

Frank Busemann wurde bei der WM 1997 Dritter. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Für Zehnkampf-Idol Frank Busemann ist Michael Schrader nach WM-Silber nun der Kronprinz in der Leichtathletik-Königsdisziplin. "Natürlich kann er Weltmeister werden", prophezeite der WM-Dritte von 1997 seinem Nachfolger. Wenn er gesundbleibt, geht es in Richtung 8800 Punkte."

Der 26 Jahre alte Leverkusener genoss dagegen erstmals im Hier und Jetzt seine Auferstehung in Moskau, seinen unglaublichen Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen. "Es ist einfach nur klasse, dass sich die Arbeit gelohnt hat und ich nicht aufgegeben habe", sagte Schrader.

Schon 2009 galt Schrader als Zehnkampf-Mann der Zukunft. Damals katapultierte er sich in Götzis mit 8522 Punkte in die Weltspitze. Doch danach begann eine fast dreijährige Leidenszeit, in der er wegen Verletzungen keinen Mehrkampf mehr zu Ende bringen konnte. "Das hat nicht nur mir wehgetan, sondern auch meinen Trainern. Die haben genauso gelitten", berichtete Schrader. Und warum hat er sich immer wieder aufgerafft? "Ich liebe den Zehnkampf", antwortete er nach dem für ihn märchenhaften Happy End. "Ich wusste immer, was ich drauf habe. Ich musste nur gesundbleiben."

Deshalb sind für ihn auch die 8670 Punkte, die nur vom neuen Weltmeister Ashton Eaton (USA/8809) übertroffen wurden, keine große Überraschung. Vielmehr haderte Schrader sogar noch mit den 5,00 Metern im Stabhochsprung: "Das hat mich ein bisschen geärgert, da wäre mehr drin gewesen." Dann hätte er auch noch die Bestleistung seines Ex-Trainers Torsten Voss übertroffen, der 1987 Weltmeister geworden war. "Ihm habe ich alles zu verdanken", zollte Schrader dem früheren Coach Anerkennung. "Hätte ich ihn nicht gehabt, würde ich wahrscheinlich schon lange keinen Zehnkampf mehr machen."

Seit Dezember 2012 trainiert er in Halle/Saale bei Bundestrainer Wolfgang Kühne und lebt mit seinem WM-Mitstreiter Rico Freimuth - der in Moskau mit 8382 Punkten Siebter wurde - in einer WG zusammen. "Ich glaube, wir haben die stärkste Trainingsgruppe der Welt. Das hilft, auf einem hohen Niveau zu trainieren. So soll es weitergehen", meinte Schrader, der mit einer Flasche Wodka und Freimuth den Überraschungserfolg in der Nacht zum Montag feierte.

"Ich bin megastolz auf ihn. Er ist wie ein Bruder für mich. Ich habe mit ihm gefiebert", freute sich Wohngenosse Freimuth über Schraders glänzendes Comeback. "Wir opfern eigentlich alles, was Spaß macht im Leben, dem Sport. Meine Kumpels gehen alle trinken, doch wir spielen Play-Station", berichtete er. "Das ist manchmal ganz schön langweilig, aber unsere Ambitionen sind riesig." Nicht ganz zufrieden war Freimuth, der zeitweise als Dritter der Zwischenwertung auf Bronze-Kurs lag, mit seinem Endergebnis. "Die Zeit ist noch nicht reif, ich brauche wohl noch ein paar Jahre", meinte der Olympia-Sechste.

Keinen Hehl hatte Pascal Behrenbruch daraus gemacht, dass er nach dem EM-Titelgewinn 2012 auch in Moskau eine Medaille haben wollte. "Dass es so in die Hose gegangen ist, daran hätte ich nie gedacht", bekannte der 28-jährige Frankfurter nach Platz elf mit 8316 Punkten und ärgerte sich: "Ich habe die Chance verpasst, eine Medaille zu machen. So viele Möglichkeiten hat man im Leben nicht mehr. Deshalb ist es ein Dämpfer."

Dass er nun nicht mehr allein die Nummer eins des deutschen Zehnkampfes ist, versuchte er positiv zu werten. "Wenn ich der absolute Star wäre wie Sebastian Vettel in der Formel 1, würde es schlimmer für mich sein", argumentierte Behrenbruch. "Aber im Zehnkampf ist es schwer, überhaupt eine Berühmtheit zu sein. Da kann es nur helfen, wenn man zwei starke Jungs hat."

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