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Leichtathletik-WM 2013: Laschmanowa jubelt zweimal zu früh

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Leichtathletik-WM 2013  

Weltmeisterin Laschmanowa jubelt zweimal zu früh

13.08.2013, 12:49 Uhr | dpa

Leichtathletik-WM 2013: Laschmanowa jubelt zweimal zu früh. Geschafft: Das WM-Finale war für Geherin Jelena Laschmanowa nervenaufreibend. (Quelle: dpa)

Geschafft: Das WM-Finale war für Geherin Jelena Laschmanowa nervenaufreibend. (Quelle: dpa)

Eigentlich gehört das Gehen zu den am wenigsten beachteten Disziplinen in der Leichtathletik. Der 20-Kilometer-Wettbewerb der Frauen aber hat sich in Moskau seinen Platz in der WM-Geschichte gesichert - als eines der chaotischsten Rennen, das in dieser Historie jemals stattfand. Die neue Weltmeisterin Jelena Laschmanowa aus Russland dachte gleich zweimal, dass das Rennen schon vorbei sei. Ihr Jubel kam aber zweimal zu früh.

Die Russin stoppte im Luschniki-Stadion einmal 400 und einmal 200 Meter vor dem Ziel ab und musste beide Mal durch lautes Rufen der Zuschauer und der Kampfrichter darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie noch längst nicht durch sei. Ihr großes Glück: Laschmanowas Vorsprung auf die Zweitplatzierte Anissja Kirdjapkina (Russland) war so groß, dass auch ihre völlige Verwirrung den Sieg nicht mehr gefährden konnte.

"Ich habe es durch die Zuschauer gemerkt"

Als die 21-Jährige tatsächlich im Ziel ankam, waren ihr Schreck und ihre Verunsicherung auch weitaus größer als ihre Freude. "Ich war total schockiert, als ich merkte, dass ich noch weitergehen muss. Ich habe das erst durch die Zuschauer gemerkt", sagte Laschmanowa.

Verantwortlich für ihre Verwirrung war wohl ein Mix aus Nervosität und schlechter Organisation. "Die Kampfrichter haben uns nie richtig erklärt, ob wir im Stadion noch eine zusätzliche Runde gehen müssen oder nicht", klagte die neue Weltmeisterin. Zur Erläuterung: Das 20 Kilometer Gehen wird im Stadion gestartet und beendet, dazwischen sind die Athleten auf einem Rundkurs in der Umgebung unterwegs.

Selbst der Weltverband ist verwirrt

Laschmanowa dachte, nach ihrer Rückkehr in die Arena nur noch einmal auf der Zielgeraden entlanggehen zu müssen. Tatsächlich lagen aber noch anderthalb Runden vor ihr. Hinzu kam: "Ich war wirklich aufgeregt während des Rennens. Alle meine Verwandten standen an der Strecke, das Fernsehen hat live übertragen." Der Erfolg bei der Heim-WM in Moskau hat für die Russin eine genauso große Bedeutung wie ihr Weltrekord und Olympiasieg vor einem Jahr in London.

Das Chaos war mit Laschmanowas Zielankunft allerdings noch nicht beendet. Die Drittplatzierte Vera Sokolowa wurde 500 Meter vor dem Ziel disqualifiziert. Das verhinderte einen russischen Dreifachsieg. Auch der Weltverband IAAF schien etwas verwirrt: Er musste nach dem Rennen noch einmal alle Zeiten um mehr als zwei Minuten korrigieren.

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