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Leichtathletik-WM 2013: Betty Heidler scheidet in der Qualifikation aus

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Leichtathletik-WM 2013  

Weltrekordlerin Heidler ausgeschieden

14.08.2013, 14:15 Uhr | sid

Leichtathletik-WM 2013: Betty Heidler scheidet in der Qualifikation aus. Betty Heidler ist in Moskau nicht mehr dabei. (Quelle: dpa)

Betty Heidler ist in Moskau nicht mehr dabei. (Quelle: dpa)

Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler hat bei der Leichtathletik-WM in Moskau ein Debakel erlebt, die Weitspringer Sebastian Bayer und Christian Reif kämpfen in Russland dagegen um Medaillen: Am Morgen nach dem goldenen Triumph von Diskus-Weltmeister Robert Harting musste die deutsche Mannschaft die erste große Enttäuschung bei den Titelkämpfen in Russland hinnehmen. Hammer-Hoffnung Heidler war nach ihrem vorzeitigen Aus in der Qualifikation sichtlich genervt und suchte nicht nach Ausreden.

"Die Technik war nicht das, was man für ein Finale einer Weltmeisterschaft liefern muss", sagte die 29 Jahre alte WM-Zweite von 2011, die in Moskau eigentlich wieder eine Medaille holen wollte: "Jetzt ist die Arbeit eines ganzen Jahres dahin."

Medaillenentscheidung ohne deutsche Beteiligung

Mit 68,83 Meter kam Heidler in der ersten Werfer-Gruppe nicht über Platz neun hinaus. Damit war der Weltmeisterin von 2007 sofort klar: Es reicht nicht für das Finale der besten Zwölf. Da später auch ihre Frankfurter Trainingskollegin Kathrin Klaas (66,93) scheiterte, findet die Medaillenentscheidung am Freitag ohne deutsche Beteiligung statt.

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"Oben und unten hat heute überhaupt nicht zusammengepasst. Der Oberkörper, die Arme und die Beine - das alles kam nicht zusammen", sagte Heidler und brachte ihr erstes Quali-Aus bei der fünften WM-Teilnahme auf einen einfachen Nenner: "Schon kleine Fehler machen viele Meter aus. Ich habe heute große Fehler gemacht."

"Nicht den Kopf in den Sand stecken"

Schon einmal, bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki, hatte Heidler das Finale internationaler Titelkämpfe verpasst. Damals war die EM allerdings nur die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele, die Pleite daher zu verschmerzen. In London hatte sich Heidler für das Aus rehabilitiert, eine lange Zitterpartie überstanden und Bronze gewonnen. "So bin ich, ich bin immer wieder aufgestanden", sagte Heidler, "daher werde ich auch jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken." Natürlich sei sie enttäuscht, "mein Ziel war ja ein ganz anderes".

Eine Medaille sollte es werden, im besten Falle wollte Heidler den Hammer als erste Frau der Geschichte über 80 Meter schleudern. Stattdessen sorgte sie für die erste große Enttäuschung im deutschen Lager.

Bayer und Reif mit Titel-Chancen

Besser machten es die Weitspringer Bayer und Reif. Beide kämpfen im Finale um Gold, Silber und Bronze. Ex-Europameister Reif sprang in der Qualifikation mit 8,09 Meter die viertbeste Weite, seinem Nachfolger Bayer reichten im ersten Versuch erzielte 7,95 Meter für den Einzug in den Endkampf.

Der deutsche Meister Alyn Camara ist dagegen wie bei Olympia in London in der Qualifikation gescheitert. Mit 7,77 Meter blieb der Leverkusener deutlich unter seinen Möglichkeiten. Schadlos hielten sich die 1500-Meter-Läufer Carsten Schlangen und Homiyu Tesfaye, die beide das Halbfinale erreichten. Schlangen, Vize-Europameister von 2010, kam in seinem Vorlauf nach 3:40,31 Minuten auf Platz fünf und qualifizierte sich wie Tesfaye direkt für die nächste Runde. Der gebürtige Äthiopier lief 3:38,66 Minuten.

Heffernan holt Gold

Die einzige Entscheidung des Tages gewann überraschend Robert Heffernan. Der 35-Jährige gewann als erster Ire die 50 Kilometer Gehen und verwies mit der Jahresweltbestleistung von 3:37:56 Stunden den Russen Michael Rytschow (3:38:58) auf Platz zwei. Bronze sicherte sich der Australier Jared Tallent (3:40:03). Christopher Linke verzichtete nach seinem neunten Platz über die 20 Kilometer auf einen Start.



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