Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Leichtathletik >

Wieder Vierte: Spiegelburg kann sich "nichts vorwerfen"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Leichtathletik  

Wieder Vierte: Spiegelburg kann sich "nichts vorwerfen"

14.08.2013, 14:10 Uhr | dpa

Wieder Vierte: Spiegelburg kann sich "nichts vorwerfen". Silke Spiegelburg wurde erneut Vierte.

Silke Spiegelburg wurde erneut Vierte. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Selbst im Moment der kaum noch zu steigernden Enttäuschung zeigte Silke Spiegelburg Größe. Die deutsche Stabhochspringerin stand von ihrem Platz auf und umarmte die neue Weltmeisterin Jelena Issinbajewa.

Spiegelburg hat mittlerweile Erfahrung darin, anderen zu gratulieren, während sie selbst mit den Tränen kämpft. Denn bei der Leichtathletik-WM in Moskau wurde sie am Dienstagabend schon wieder genauso Vierte wie im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in London, bei den Europameisterschaften in Helsinki oder davor bei der Heim-WM 2009 in Berlin. Die sechsfache deutsche Meisterin und EM-Zweite von 2010 wartet weiter auf ihre erste globale Medaille.

"Ich kann es nicht ändern. Ich muss jetzt abschalten und einfach nur raus hier", sagte Spiegelburg nach dem Wettkampf. Das klang im ersten Moment nach der gleichen Niedergeschlagenheit wie vor einem Jahr nach dem olympischen Finale. Doch je länger sie redete und den Abend einordnete, desto klarer wurde: Diesmal war es etwas anders. Die 27-Jährige ist nicht an etwas gescheitert, sondern von drei herausragenden Athletinnen um wenige Zentimeter überboten worden.

"Ich kann mir nichts vorwerfen", meinte Spiegelburg. "Das einzige ist: Ich hätte ein bisschen ruhiger bei 4,82 Metern sein müssen. Da war ich vielleicht ein bisschen hibbelig. Aber ich habe auf dem Höhepunkt der Saison die beste Leistung abgerufen und wäre fast persönliche Bestleistung gesprungen."

Im Gegensatz zu Issinbajewa oder der Drittplatzierten Yarisley Silva übersprang die Leverkusenerin ihre ersten vier Höhen inklusive 4,75 Meter ohne Fehlversuch. Sie scheiterte erst an der Marke von 4,82 Metern - und damit an der Einstellung ihres deutschen Rekords.

4,75 Meter zu überspringen, reichte bislang bei jeder WM für eine Medaille. 1999, 2001, 2003 und 2009 wäre Spiegelburgs mit dieser Höhe sogar Weltmeisterin geworden. Ihr Pech war, "bei einem der besten Stabhochsprung-Wettbewerbe der Geschichte dabei gewesen zu sein", wie die am Ende Zweitplatzierte Jennifer Suhr aus den USA sagte. Die Medaillen gingen an die Weltrekordhalterin Issinbajewa, die Olympiasiegerin Suhr und die Weltjahresbeste Silva.

"Bei Silke Spiegelburg hat das fast schon eine tragische Komponente", sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen am Mittwoch. "Wenn bei ihr die 4,82 Meter im zweiten Sprung geklappt hätten, dann würden wir heute über eine Silbermedaille sprechen."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal