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Leichtathletik-WM 2013: Kugelstoßer Storl hat Titel nicht abgeschrieben

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Leichtathletik  

Kugelstoßer Storl hat WM-Titel nicht abgeschrieben

15.08.2013, 16:02 Uhr | dpa

Leichtathletik-WM 2013: Kugelstoßer Storl hat Titel nicht abgeschrieben. Kugelstoßer David Storl holte bei der WM 2011 Gold.

Kugelstoßer David Storl holte bei der WM 2011 Gold. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - David Storl hat die Titelverteidigung bei der Leichtathletik-WM in Moskau keineswegs abgeschrieben - obwohl nicht all zu viel dafür spricht.

"Wenn ich meinen Trainingszustand sehe, dann kann hier noch einiges passieren", prophezeite der 23-jährige Chemnitzer unbeeindruckt nach der mit 20,71 Meter überstandenen Kugelstoß-Qualifikation. Dabei hatte Ryan Whiting (USA) mit einer Weite von 21,51 Meter - 80 Zentimeter mehr als Storl - seine Stärke in diesem Jahr eindrucksvoll untermauert.

"Natürlich ist das ein Pfund. Ich denke schon, dass Ryan eine Rolle im Medaillenkampf mitspielen wird - eine große sogar", sagte der Olympia-Zweite aus Sachsen über seinen US-Rivalen, der die Weltrangliste sogar mit 22,28 Meter anführt. Storls bisher bester Versuch in diesem Jahr landete bei 21,04 Meter. Trotzdem wehrt er sich gegen die allgemeine Annahme, WM-Gold sei bereits an Whiting vergeben. "Das Finale am Freitag ist ein ganz anderes Ding, da fängt alles bei Null an", meinte Storl zuversichtlich.

Wirklich? Der starke Sachse tat sich nämlich in diesem Sommer sehr schwer. Nach den Olympischen Spielen in London ließ er die Wintersaison aus, um Kraft für neue Großtaten zu schöpfen. Dieser Plan ging bisher nur bedingt auf. Storl hatte viel Mühe, die Kugel optimal aus dem Ring zu wuchten. Nur einmal übertraf er vor der WM die 21-Meter-Marke, produzierte stattdessen in Wettkämpfen ungültige Versuche am laufenden Band.

"Es war nicht glorreich. Dafür, wie diese Saison gelaufen ist, war's aber okay", meinte er nach der WM-Ausscheidung, die er mit Stößen über 20,39 und 20,22 Meter im Luschniki-Stadion begann. "Dass ich drei Gültige hatte, gibt Sicherheit - nach Wettkämpfen mit fünf ungültigen Versuchen", sagte er. "Die letzten Tage Training in Moskau waren sehr gut. Eine Medaille ist ein realistisches Ziel."

Dafür müsse er die Kugel couragierter anpacken. "Ich hatte Hemmungen draufzugehen. Es kann nur bessergehen", meinte Storl, der mit seiner noch gültigen Bestleistung von 21,89 Meter in London Olympia-Silber gewonnen hatte. Und was ist mit der 22-Meter-Grenze in Moskau? "Das wird schon schwer. In diesem Jahr habe ich erst einmal 21 Meter gestoßen, da muss man erstmal den Mut finden, stark auf das Gerät zu gehen", erklärte der 1,98-Meter-Hüne und fügte an: "Was kommt, das kommt."

Druck, nach seinem WM-Coup 2011 in Daegu/Südkorea diesmal als Titelverteidiger der Gejagte zu sein, verspürt er nicht. "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich hier einen Rücksack rum trage", sagte Storl, gab allerdings auch zu: "Vor Olympia war man anders motiviert. Die WM ist deshalb schwerer."

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