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Leichtathletik  

An Medaille vorbeigelaufen: DLV-Männer-Staffel Vierte

18.08.2013, 20:38 Uhr | dpa

An Medaille vorbeigelaufen: DLV-Männer-Staffel Vierte. Am Ende war es für Lucas Jakubczyk (l-r), Sven Knipphals, Julian Reus und Martin Keller nur der undankbare vierte Platz.

Am Ende war es für Lucas Jakubczyk (l-r), Sven Knipphals, Julian Reus und Martin Keller nur der undankbare vierte Platz. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Vorbeigelaufen! Die deutschen Sprint-Staffeln haben sich den Traum von einer Medaille am Schlusstag der Leichtathletik-WM in Moskau nicht erfüllen können.

Das Männer-Quartett verpasste zwar in 38,04 Sekunden nur um zwei Hundertstelsekunden den deutschen Rekord, erreichte mit dieser Zeit aber nur den vierten Platz. Verena Sailer und Co. liefen in 42,90 Sekunden nach der Disqualifikation der zweitplatzierten Französinnen auch auf Rang vier. "Wir waren so nah dran", ärgerte sich der Wattenscheider Sprinter Julian Reus, der wie Lucas Jakubczyk (Berlin), Sven Knipphals (Wolfsburg) und Martin Keller (Leipzig) auf Bronze spekuliert hat. "Das ist eine Hammer-Zeit, aber es war mehr drin", meinte Knipphals. Und Jakubzyk ergänzte: "Schade, dass wir nicht unter 38 Sekunden gekommen sind." Eine deutsche Sprint-Staffel hat noch nie in der WM-Geschichte eine Medaille gewonnen.

2012 bei den London-Spielen hatte sich die Männer-Staffel verkalkuliert. Das Quartett war vor Olympia in 38,02 Sekunden einen deutschen Rekord gelaufen, aber mit 38,37 Sekunden nicht ins Finale gekommen. In Moskau wollte man im Halbfinale deshalb nichts anbrennen lassen und legte mit 38,13 Sekunden los, der drittbesten Zeit der Vorschlussrunde. Jamaika mit Superstar Usain Bolt mit 36,36 Sekunden und die USA mit 37,66 Sekunden liefen danach im Endkampf in einer anderen Sprint-Welt. Kanada profitierte von der Disqualifikation Großbritanniens und gewann WM-Bronze.

Die deutschen Sprinterinnen Yasmin Kwadwo (Mannheim), Inna Weit (Paderborn), Tatjana Pinto (Münster) und Verena Sailer (Mannheim) mussten nach dem Halbfinal-Lauf (42,90 Sekunden) ein kleines Wirrwarr überstehen. Die Kampfrichter hatte die flotten Vier erst ohne Grund qualifiziert, dann die Entscheidung ohne Begründung revidiert. Damit zogen sie mit 43,65 Sekunden endgültig ins Finale ein.

"Wir haben unser Bestes gegeben", sagte Ex-Europameisterin Verena Sailer enttäuscht und zeigte sich verärgert über die vorübergehende Disqualifikation: "Vorher war ein bisschen arg viel hin und her." Sailer gehörte schon 2009 zur WM-Staffel, die in Berlin Bronze holte - auf eine solche Medaille hatte sie in Moskau auch spekuliert. Weltmeister wurde Jamaika in 41,29 Sekunden vor den USA und Großbritannien. Frankreich wurde nachträglich disqualifiziert.

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