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Leichtathletik  

"Vergiftetes Geschenk": Dopingvorwürfe gegen Domínguez

09.10.2013, 16:07 Uhr | dpa

"Vergiftetes Geschenk": Dopingvorwürfe gegen Domínguez. Marta Dominguez steht erneut unter Doping-Verdacht.

Marta Dominguez steht erneut unter Doping-Verdacht. Foto. J. J. Guillen Foto: J. J. Guillen. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Die spanische Leichtathletin Marta Domínguez ist erneut in Dopingverdacht geraten. Der Weltverband IAAF hatte nach spanischen Medienberichten im biologischen Pass der Läuferin Blutwerte festgestellt, die auf Doping hindeuten sollen.

Nach Informationen der Madrider Zeitung "El Mundo" hatte der IAAF den spanischen Verband im Frühjahr aufgefordert, ein Verfahren gegen die Weltmeisterin von 2009 im 3000-Meter-Hindernislauf einzuleiten.

Der Verband habe es nun aber abgelehnt, eine Entscheidung zu treffen, so das Blatt am Mittwoch. Der Disziplinarausschuss des Verbandes habe dies damit begründet, dass die Angelegenheit "zu kompliziert" sei. Der Verband reichte das Verfahren an die staatliche Sportbehörde CSD weiter, die jedoch wenig Bereitschaft zeigte, sich der Sache anzunehmen. Nach Informationen der Zeitung "El País" betrachtet sie das Domínguez-Dossier als ein "vergiftetes Geschenk". Die Sportbehörde berufe sie sich darauf, es gehöre nicht zu ihren Aufgaben, über mögliche Sanktionen wegen Dopings zu entscheiden.

Für die Behörde CSD ist die Angelegenheit auch aus einem anderen Grund heikel: Sie ist der Regierung unterstellt, und Domínguez sitzt als Abgeordnete der konservativen Regierungspartei PP im Oberhaus des Parlaments. "Eine politisch unkorrekte Dopingaffäre", witzelte "El Mundo". Spanien kann es sich allerdings auch kaum leisten, die Angelegenheit im Sande verlaufen zu lassen. In diesem Fall dürfte die IAAF den internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen. Zudem kämen in der Sportwelt neue Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Doping-Bekämpfung in Spanien auf.

Domínguez war im Dezember 2010 im Rahmen einer Anti-Doping-Aktion der Polizei kurzzeitig festgenommen worden. Die Justiz sah den Verdacht aber nicht bestätigt und legte den Fall zu den Akten. Der Name der Läuferin war auch im Zusammenhang mit dem Dopingskandal um die "Operación Puerto" genannt worden. Ein Blutbeutel, der im Labor des Dopingarztes Eufemiano Fuentes sichergestellt worden war, trug die Aufschrift "Urco". Dies war der Name des Hundes der Läuferin. Domínguez hatte jede Dopingvorwürfe stets zurückgewiesen.

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