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Leichtathletik  

OLG versagt Dreispringer Friedek Schadenersatz

20.12.2013, 14:22 Uhr | dpa

OLG versagt Dreispringer Friedek Schadenersatz. Die Klage von Charles Friedek wurde abgewiesen.

Die Klage von Charles Friedek wurde abgewiesen. Foto: Bernd Thissen. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Kein Geld für Charles Friedek: Der frühere Dreisprung-Weltmeister hat keinen Anspruch auf Schadenersatz gegen den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wegen der Nichtnominierung für die Olympischen Spiele 2008 in Peking.

Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) wies eine entsprechende Klage ab und hob ein Urteil des Landgerichts Frankfurt vom 15. Dezember 2011 auf.

Der DOSB habe keine Pflichten gegenüber dem Kläger verletzt, indem er diesen nicht zu den Olympischen Spielen 2008 nominierte, hieß es in einer Erklärung des OLG. Er habe als Monopolverband die Verpflichtung, seine Mitglieder gleich zu behandeln, gegenüber dem Kläger nicht verletzt. Denn dieser habe die nach den Nominierungsgrundsätzen für die Olympia-Mannschaft 2008 festgelegten Leistungen nicht erbracht.

"Das Urteil bestätigt die Nominierungshoheit des Sports für dessen Wettkämpfe und gibt beiden Seiten, Athleten ebenso wie Sportverbänden, Rechtssicherheit im Nominierungsverfahren", erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Die OLG-Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Sie kann mit der Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof angefochten werden.

Der heute 42-jährige Friedek hatte auf Schadenersatz für entgangene Antritts-, Preis- und Sponsorengelder in Höhe von mindestens 135 000 Euro geklagt. Er hatte die Olympia-Norm von 17 Metern zweimal innerhalb eines Wettbewerbs erfüllt, was der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nicht anerkannte. Der Verband verlangte, dass die Weite bei zwei verschiedenen Wettkämpfen erzielt werden musste; der DOSB verzichtete daraufhin auf eine Nominierung Friedeks.

"Dass die Nominierungsgrundsätze so zu verstehen sind, dass auf zwei unterschiedliche Wettkämpfe abzustellen ist, ergebe sich unter Einbeziehung internationaler Wettkampfregeln, ist durch sachliche Gründe gerechtfertigt und nicht unbillig", hieß es in der Begründung des OLG. Der DOSB habe die Richtlinien nicht falsch angewandt.

Der ehemalige Leichtathlet Friedek arbeitet seit 2010 als Trainer in Köln. Er feierte 1999 in Sevilla als Weltmeister seinen größten Triumph. Im gleichen Jahr hatte er in Japan auch in der Halle den WM-Titel geholt. 1996, 2000 und 2004 war der Dreispringer bei Olympischen Spielen dabei, 17 Mal siegte er bei deutschen Meisterschaften.

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