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Diamond League: Diamanten der Leichtathletik funkeln wieder

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Diamond League 2014  

Diamanten der Leichtathletik funkeln wieder

08.05.2014, 11:45 Uhr | dpa

Diamond League: Diamanten der Leichtathletik funkeln wieder. Auch Superstar Usain Bolt wird bei einigen Diamond-League-Meetings wieder starten.

Auch Superstar Usain Bolt wird bei einigen Diamond-League-Meetings wieder starten. Foto: Laurent Gillieron. (Quelle: dpa)

Doha (dpa) - Wenn am Freitag in Doha der Startschuss zur fünften Diamond-League-Saison fällt, dann schauen die deutschen Leichtathletik-Fans wieder in die Röhre.

Weder die Öffentlich-Rechtlichen noch die Sport-Spartensender werden das Hochglanz-Produkt mit 14 Meetings auf vier Kontinenten übertragen: Wie im Vorjahr senden Eurosport und Sport1 keine Bilder von den Hochkarätern der olympischen Kernsportart.

"Sport1 ist grundsätzlich immer an attraktiven Sportrechten interessiert - dazu zählt natürlich auch die Diamond League. Derzeit haben wir die Leichtathletik allerdings nicht als Programmfarbe im Portfolio", teilte Sport1-Sprecher Michael Röhrig auf dpa-Anfrage mit. Der Sender sieht die Diamond League als interessant an, hat aber "aus programmlichen Gründen für dieses Jahr keine Übertragungsrechte an der Meeting-Serie erworben".

"Attraktive TV-Rechte wie die der Diamond League sind für uns immer interessant", sagte auch Eurosport-Sprecherin Heike Gruner. Immer? Ob in dieser Saison noch etwas geht, blieb mit dieser Aussage offen. Der Sender überträgt in diesem Jahr "wieder zahlreiche Leichtathletik-Events", darunter die EM im August in Zürich.

Von einer "fatalen Entscheidung" und einem "großen Nachteil" für die Leichtathletik-Nation Deutschland sprach Helmut Digel, langjähriges Council-Mitglied des Weltverbandes IAAF. Die TV-Rechte, die vom Diamond-League-Vermarkter IMG angeboten wurden, "die waren nicht zu teuer". Die Leichtathletik sei damit nur noch wenige Tage im deutschen Fernsehen präsent und praktisch nur noch "punktuell sichtbar", bemerkte der Sportwissenschaftler aus Tübingen.

Für die IAAF bleibt die Diamond League ein Renner: Weitere fünf Jahre, "bis mindestens 2019", wird die lukrative Welttour stattfinden. Das teilte IAAF-Präsident Lamine Diack auf einer internationalen Pressekonferenz in Doha mit. Der Weltverband habe neue Verträge mit seinen Partnern, der Diamond League AG und dem Rechtevermarkter IMG, abgeschlossen.

"Wir sind mit den TV-Zahlen sehr zufrieden, aber auch mit dem Trend bei den Stadionzuschauern: Von 2010 bis 2013 sind die Besucherzahlen bei allen Meetings um 20 Prozent gestiegen", sagte Patrick K. Magyar, Vize-Präsident der Diamond League AG und Meeting-Direktor von "Weltklasse Zürich", der Nachrichtenagentur dpa. Deutschland sei mit den vielen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern wohl der umkämpfteste Markt in Europa. "In Deutschland ist Fußball der King. Fußball, Fußball, nochmals Fußball - und dann ein bisschen Formel 1", meinte der 51 Jahre alte Schweizer.

Dabei verkaufen sich die "Diamanten" im Fernsehen weltweit sehr gut: Im Schnitt waren 2013 bei jedem Meeting 17,6 Millionen Fans live dabei, 97 TV-Stationen übertrugen aus den Stadien von Doha bis Brüssel in 135 Länder. Tendenz laut Magyar: steigend. Die IAAF spendiert für ihre Premium-Serie insgesamt 8 Millionen Dollar Preisgelder (5,74 Millionen Euro). Jeder Meeting-Sieger kassiert 10 000 Dollar (7180 Euro), jeder der 32 Disziplin-Gewinner streicht zudem am Ende 40 000 Dollar (28 720 Euro) ein.

In Doha, der Hauptstadt des Golf-Emirats Katar, treffen sich zehn Olympiasieger sowie zwei Dutzend aktuelle und ehemalige Weltmeister. Sieben deutsche Leichtathleten sind zum Auftakt dabei. Katar bewirbt sich mit Doha auch um die Weltmeisterschaften 2019.

Angeführt wird das DLV-Septett von Stabhochspringerin Silke Spiegelburg, die das Diamond Race - die Disziplin-Gesamtwertung - bereits dreimal gewonnen hat. "Mir macht es wieder extrem viel Spaß. Das ist wie ein zweiter Frühling", sagte die deutsche Rekordhalterin aus Leverkusen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Am Start ist auch Ex-Europameisterin Verena Sailer aus Mannheim über 100 Meter und der WM-Fünfte über 1500 Meter, Homiyu Tesfaye aus Frankfurt/Main.

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