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Leichtathletik  

Harting geschlagen - Kampfansage von Schwanitz

17.05.2014, 16:56 Uhr | dpa

Harting geschlagen - Kampfansage von Schwanitz. Olympiasieger Robert Harting hat gegen seinen Dauerrivalen Piotr Malachowski eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen.

Olympiasieger Robert Harting hat gegen seinen Dauerrivalen Piotr Malachowski eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Foto: Hendrik Schmidt. (Quelle: dpa)

Halle/Saale (dpa) - Diskus-Olympiasieger Robert Harting geschlagen, Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler gar durchgereicht - dafür hat Kugelstoßerin Christina Schwanitz beim Jubiläum der Halleschen Werfertage mächtig aufgetrumpft.

Die Vizeweltmeisterin vom LV 90 Erzgebirge erzielte gleich mit ihrem ersten Versuch der diesjährigen Freiluftsaison die Siegweite von ganz starken 20,22 Metern. Damit erfüllte sie als erste und bislang einzige deutsche Kugelstoßerin die Norm für die Leichtathletik-Europameisterschaften Mitte August in Zürich. Für zwei weitere deutsche Siege sorgten Diskus-Ass Nadine Müller und Speerwerferin Linda Stahl.

Die EM-Norm hatte Harting schon vor einer Woche bei seinem Sieg in Wiesbaden "eingetütet" (67,46 Meter), bei der 40. Auflage des traditionsreichen Meetings in der Saalestadt konnte sich der Welt- und Europameister aus Berlin sogar noch steigern. Dennoch reichten 68,28 Meter diesmal nicht zum Sieg, denn sein polnischer Dauerrivale Piotr Malachowski schleuderte die Zwei-Kilo-Scheibe einen Meter weiter: 69,28 Meter - Jahresweltbestleistung. Dritter wurde der WM-Vierte Martin Wierig aus Magdeburg (66,02 Meter), der Harting schon zweimal geschlagen hat.

"Bei diesen super-geilen Bedingungen war heute mehr drin", gestand Harting, der nicht in bester Verfassung in den Ring gestiegen war. "Ich war zu langsam. Um 70 Meter zu werfen, braucht man Feuer, da muss der Kessel richtig brennen", meinte der 29-Jährige, der sich im EM-Jahr viel vorgenommen hat. Schon am kommenden Dienstag stehen für den Studenten Harting die ersten Bachelorprüfungen an.

Christina Schwanitz hat das erste Examen bereits bestanden. "Note 1, würde ich sagen. Das hat Spaß gemacht heute", meinte die WM-Zweite von Moskau. Für die beste deutsche Kugelstoßerin war der Sieg mit fast drei Metern vor Lokalmatadorin Josephine Terlecki (Halle/17,46 Meter) auch ein "Fingerzeig", mehr noch: eine Kampfansage an Valerie Adams. Am kommenden Mittwoch kommt es beim Meeting in Peking zum Duell mit der Olympiasiegerin und Weltmeisterin aus Neuseeland. "Valerie ist jetzt dran!", sagte Schwanitz selbstbewusst.

Betty Heidler simste schon fleißig, als der Wettkampf noch lief. Auf jener Anlage im Sportzentrum Brandberge, wo sie vor drei Jahren den aktuellen Hammerwurf-Weltrekord (79,42 Meter) aufstellte, kam die gebürtige Berlinerin diesmal nicht über unerklärliche 68,21 Meter hinaus. "Ich bin einfach nicht in den Wettkampf gekommen", sagte die Olympia-Dritte aus Frankfurt/Main nach Platz neun und nur zwei gültigen Versuchen. "Aber ich zerreiße mich deshalb nicht." Den Sieg sicherte sich die WM-Dritte Wenxiu Zhang aus China, die mit 75,06 Meter ihre Jahresweltbestleistung um gut zweieinhalb Meter verfehlte.

Mit 67,30 Metern sprang Diskus-Siegerin Nadine Müller auf Platz drei der Jahresweltbestenliste. "Ich bin mit dem Saisonauftakt sehr zufrieden", sagte die EM-Zweite aus Halle, die beim Familienfest der Leichtathletik von rund 3000 Fans bejubelt wurde. "Mein Ziel ist eine Medaille bei der EM." Das gilt auch für Ex-Europameisterin Linda Stahl. Mit 63,90 Metern erfüllte die Speerwurf-Gewinnerin aus Leverkusen zum zweiten Mal die Zürich-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

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