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Leichtathletik  

Storl überrascht sich: Bestleistung aus vollem Training

28.06.2014, 10:44 Uhr | dpa

Storl überrascht sich: Bestleistung aus vollem Training. David Storl posierte stolz neben der Anzeigetafel.

David Storl posierte stolz neben der Anzeigetafel. Foto: Jens Wolf. (Quelle: dpa)

Schönebeck (dpa) - David Storl stieß einen Ur-Schrei aus, nachdem er die Kugel beim Schönebecker Werfermeeting um den Solecup auf 21,90 Meter gewuchtet hatte. Anschließend posierte er mit einem breiten Grinsen neben der Anzeigetafel.

Seine Siegerweite war nicht nur das zweitbeste Resultat, das in diesem Jahr in den Ergebnislisten der Welt-Leichtathletik aufgeführt wurde, sondern auch persönliche Bestleistung und selbstredend Meeting-Rekord - da war der zweimalige Weltmeister mit sich und der Welt überaus zufrieden.

"Ich bin total überrascht. Ich habe die vergangenen vier Tage ziemlich hart trainiert und habe nicht damit gerechnet, hier so locker stoßen zu können", meinte der Chemnitzer. Zudem steckte dem 23-Jährigen noch eine zweieinhalbstündige Autofahrt in den Gliedern, die erst unmittelbar vor Wettkampfbeginn beendet war.

"Es ist schön zu wissen, dass man auch nach solchen Anstrengungen sehr gute Resultate anbieten kann", meinte Storl, dessen Favoritenbürde im Hinblick auf die Europameisterschaften im August in Zürich jetzt noch größer ist. Immerhin ist er bester Europäer. Der Weltjahresbeste ist Joe Kovacs aus den USA, der 22,03 Meter zu Buche stehen hat. Nächstes Storl-Ziel: die 22-Meter-Marke zu übertreffen.

Ein deutsches Topduell gab es in Schönebeck im Diskuswerfen der Männer. Hier setzte sich Olympiasieger und Weltmeister Robert Harting gegen den Magdeburger Martin Wierig durch. Dieser forderte den Favoriten, zwang den Berliner zu einem Kraftakt, der bei 67,29 Meter endete. Wierig wurde mit 65,98 Metern Zweiter. Pech für die Diskuswerfer, dass das spannende Duell bei ungünstigen Windbedingungen über die Bühne ging. "Mir kam es diesmal nicht so sehr auf die Weite an, sondern nach zwei schlechteren Wettkämpfen zuletzt auf Kontinuität", sagte Wierig.

Auch im Diskuswerfen der Frauen blieb die ganz große Siegerweite aus. Nadine Müller aus Halle setzte sich mit 62,71 Metern durch. Angesichts ihre Sehnenbeschwerden war sie dennoch nicht unzufrieden. "Wenn ich gesund gewesen wäre, hätten es aber gut zwei Meter mehr sein dürfen", bemerkte Müller.

Weitere Spitzenresultate blieben in Schönebeck aus, zumal zuvor avisierte Top-Starter kurzfristig absagen mussten. Die Kugelstoß-WM-Zweite Christina Schwanitz fehlte wegen Bandscheibenbeschwerden, Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler war privat verhindert.

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