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Leichtathletik-EM 2014: Speerwerferin Linda Stahl wird abgefangen

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Leichtathletik-EM  

Linda Stahl wird noch abgefangen

15.08.2014, 08:20 Uhr | dpa, sid

Leichtathletik-EM 2014: Speerwerferin Linda Stahl wird abgefangen. Linda Stahl gewinnt Bronze im Speerwerfen. (Quelle: imago/Chai v.d. Laage)

Linda Stahl gewinnt Bronze im Speerwerfen. (Quelle: imago/Chai v.d. Laage)

Speerwerferin Linda Stahl hat den deutschen Leichtathleten die vierte Medaille bei den Europameisterschaften beschert - das erhoffte Gold wie vor vier Jahren in Barcelona aber verpasst. Die 28-Jährige führte in Zürich bis zum fünften Durchgang mit 63,91 Metern. Dann aber zogen Weltrekordlerin Barbora Spotakova aus Tschechien mit 64,41 und die Serbin Tatjana Jelaca mit 64,21 noch an ihr vorbei. So blieb Stahl wie bei der EM 2012 nur Bronze.

Sie setzte damit die erfolgreiche Tradition der Speerwerferinnen fort. Christina Obergföll, die eine Babypause macht, hatte im vergangenen Jahr bei der WM in Moskau triumphiert. Spotakova feierte derweil ein grandioses Comeback, nachdem auch sie Mutter geworden war. Eine der ersten Gratulantinnen im Letzigrund-Stadion war Obergföll.

Ryzih bleibt nur Rang vier

Lisa Ryzih flog im Stabhochspringen über 4,60 Meter und damit nur auf den undankbaren vierten Platz. Der Titel ging erstmals an die Russin Anshelika Sidorowa mit 4,65 Meter. Dahinter landeten mit jeweils fünf Zentimetern weniger die Griechin Ekaterini Stefanidi, Angelina Schuk-Krasnowa (ebenfalls Russland) und Ryzih. Die 25-Jährige, 2010 noch mit Bronze dekoriert, hatte die meisten Fehlversuche und ging deshalb leer aus.

Für Carolin Hingst wurde es wieder nichts mit einer internationalen Medaille. Die 33-Jährige enttäuschte als Zehnte mit nur einem gültigen Versuch über 4,35 Meter.

Scherbarth mit Salto nullo

Die erfolgsverwöhnten deutschen Stabartisten hatten am Vormittag einen weiteren herben Dämpfer kassiert. Der Deutsche Meister Tobias Scherbarth scheiterte mit einem Salto nullo - also ohne gültigen Versuch - in der Qualifikation. Der Olympia-Zweite Björn Otto fehlte verletzt, Weltmeister Raphael Holzdeppe hat wegen Formschwäche die Saison beendet, und Malte Mohr sagte wegen technischer Probleme seine EM-Teilnahme ab.

Scherbarth war zwar mit der viertbesten europäischen Höhe von 5,73 Meter angereist, kämpfte jedoch mit Anlaufschwierigkeiten und scheiterte an seiner Einstiegshöhe von 5,50. "Im dritten Versuch kam dann Gegenwind dazu, es war viel Hin und Her. Irgendwann war die Luft raus. Dass das bei der EM passiert, ist ärgerlich", erklärte er. Bei der Entscheidung am Samstag ist jetzt nur sein Klubkollege Karsten Dilla dabei.

Disqualifikation wegen Trikotausziehen

Seinen dritten Titel über 3000 Meter Hindernis verpasste Mahiedine Mekhissi-Benabbad auf kuriose Weise: Der Franzose wurde disqualifiziert, weil er eingangs der Zielgeraden sein Trikot über den Kopf gestreift hatte. Er war dann mit dem Hemd zwischen den Zähnen über das letzte Hindernis und ins Ziel gestürmt. Für ihn wurde der Franzose Yoann Kowal von der Jury auf Platz eins gesetzt. Der Deutsche Meister Steffen Uliczka und der DM-Zweite Martin Grau, die klar an den Medaillen vorbeigelaufen waren, rückten ebenfalls einen Platz vor. Uliczka kam somit auf Platz sieben, Grau auf Rang 13.

Im Speerwurf der Männer setzten sich zwei deutsche Hoffnungsträger in der Ausscheidung durch: Andreas Hofmann kam mit 79,59 Meter weiter. Thomas Röhler, derzeit in Europa mit 86,99 Zweiter und ein Medaillenkandidat, genügten 81,24 Meter im ersten Versuch. Hingegen blieb mit Erik Balnuweit, Matthias Bühler und Gregor Traber das komplette deutsche Trio im Halbfinale über 110 Meter Hürden hängen.

Deutsche Siebenkämpferin auf Medaillenkurs

Dafür nahm Carolin Schäfer im Siebenkampf Kurs auf eine Medaille. Die 22 Jährige liegt nach den vier Disziplinen des ersten Tages mit 3845 Punkten auf einem hervorragenden zweiten Platz. Nur sechs Zähler besser als die Deutsche ist die führende Belgierin Nafissatou Thiam. Dritte ist Hallenweltmeisterin Nadine Broersen aus den Niederlanden (3841). Lilli Schwarzkopf liegt mit 3670 Punkten zunächst auf dem siebten Platz. Claudia Rath geht als Achte mit 3669 Zählern in den zweiten Wettkampftag.

Am Morgen hatte die Russin Elmira Alembekowa die Goldmedaille im Gehen über 20 Kilometer gewonnen. Die 24-Jährige kam in 1:27:56 Stunden als Erste ins Ziel. Silber holte die Ukrainerin Ljudmila Oljanowska in 1:28:07 - eine Sekunde vor der drittplatzierten Tschechin Anezka Drahotova. Deutsche Geherinnen waren in Zürich nicht am Start.

UMFRAGE
Bei der Leichtathletik-EM 2012 holte Deutschland 16 Medaillen. Wie viele werden es diesmal?

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