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Leichtathletik: Für Behrenbruch ist Zeit der Experimente vorbei

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Leichtathletik  

Zehnkämpfer Behrenbruch: Zeit der Experimente ist vorbei

29.06.2015, 13:50 Uhr | dpa

Leichtathletik: Für Behrenbruch ist Zeit der Experimente vorbei. Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch beim 110-Meter-Hürdenlauf.

Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch beim 110-Meter-Hürdenlauf. Foto: Ina Fassbender. (Quelle: dpa)

Ratingen (dpa) - Der Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch gibt nicht auf und will einen Neuanfang in Deutschland machen.

"Für Experimente habe ich keine Zeit mehr", sagte der Europameister von 2012, der in der Qualifikation für die Leichtathletik-WM August in Peking gescheitert ist. "Bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro ist es nicht mehr lange. Deshalb werde ich zu Altbewährtem zurückkehren." Den Showdown in Ratingen hatte er mit miserablen 7826 Punkten beendet. Beim EM-Titelgewinn holte er 8558 Punkte.

Den Absturz auf den Tiefpunkt seiner Karriere hat er kommen sehen. Seit der Querkopf sich mit vielen in der deutschen Zehnkampf-Zunft überworfen hat und vom Leichtathletik-Verband 2011 sogar aus der Förderung geworfen wurde, suchte Behrenbruch sein Heil im Ausland. Er ging nach Estland zu Olympiasieger Erki Nool und Trainer Andrej Nazarow und wurde 2012 Europameister. Die Beziehung zu dem Coach, der ihn im vergangenen Jahr im Stich ließ, als er zu einem geplanten dreiwöchigen Trainingslager auf Teneriffa nicht erschien, kühlte ab.

Deshalb entschloss sich der inzwischen 30 Jahre alte Athlet der LG Eintracht Frankfurt, in diesem Jahr beim US-Trainer Dan Pfaff in Arizona zu trainieren. Nach acht Monaten kehrte er desillusioniert und alles andere als topfit zurück. "Sportlich gesehen habe ich etwas falsch gemacht. Ich habe ein Jahr verschenkt", resümierte Behrenbruch. "Ich hatte danach keinen Bock mehr auf Zehnkampf, es machte keinen Spaß mehr. Es tat super weh."

Dennoch trat der Berufssportler bei der WM-Ausscheidung in Ratingen an. "Ich wollte nicht kommen, weil ich wusste, dass ich schlecht drauf bin", sagte Behrenbruch. "Aber dann denkt man, dass vielleicht noch ein Wunder passiert."

Das Mirakel blieb aus. Dafür bekam er Anerkennung für seinen Mut, es trotzdem versucht zu haben. "Da ziehe ich den Hut", sagte der Ratingen-Sieger und WM-Zweite Michael Schrader, einer der einst von Behrenbruch verprellten Weggefährten.

Rückhalt darf er bei einem Neuanfang vom Deutschen Leichtathletik-Verband, der sich mit dem Enfant terrible vertragen und ihn schon länger wieder ins Fördersystem integriert hat, erwarten. "Wenn Pascal es wirklich motiviert und konzentriert in einem adäquaten Umfeld angeht, werden wir uns mit ihm zusammensetzen", sagte der Leitende Bundestrainer Cheick-Idriss Gonschinska. "Einen Europameister und 8500-Punkte-Mann kann man ja nicht so einfach aufgeben."

Behrenbruch selbst traut sich eine Rückkehr in die Weltklasse zu. "Ich bin habe keine Wehwehchen, bin noch nicht alt, und ich bin noch nicht langsam", meinte der gebürtige Offenbacher. "Ich traue mir zu, in einem Jahr oben wieder angreifen zu können."

Nach seiner kleinen Odyssee durch die Sportwelt heißen die nächsten Stationen nun Frankfurt, Amsterdam, Rio: In der Hessen-Metropole wird er wohl sein Comeback angehen, in den Niederlanden werden im Juli 2016 die Europameisterschaften und wenig später die Olympischen Spiele in Brasilien ausgetragen. Nun ist er erst mal froh, wieder in der Heimat zu sein. "Es ist ein super Gefühl, wieder in Deutschland zu sein", sagte Behrenbruch.

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