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Leichtathletik: Dopingvorwürfe gegen Leichtathletik in Russland und Kenia

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Leichtathletik  

Dopingvorwürfe gegen Leichtathletik in Russland und Kenia

31.07.2015, 13:57 Uhr | dpa

Leichtathletik: Dopingvorwürfe gegen Leichtathletik in Russland und Kenia. Dopingvorwürfe gegen Leichtathletik in Russland und Kenia.

Dopingvorwürfe gegen Leichtathletik in Russland und Kenia. Foto: Patrick Seeger. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die ARD hat nach eigenen Angaben neue Belege für Doping in der russischen und kenianischen Leichtathletik. Sie sollen in der Fernsehdokumentation "Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik" am Samstag (17.05 Uhr) präsentiert werden.

Verdeckt aufgenommene Video- und Tonaufnahmen sollen nach Angaben des TV-Senders Sportler und Doping-Hintermänner belasten, unter ihnen die russische 800-Meter-Läuferin Anastassija Basdyrewa.

Die 23-Jährige hielt Ende Mai für einen Tag die Weltjahresbestzeit. Mit 1:58,75 Minuten war sie in der Statistik des Weltverbandes IAAF vom Freitag noch die siebtbeste Läuferin der Saison. In einem heimlich aufgenommenen Video erklärt Basdyrewa laut ARD: "Von Anabolika kriege ich harte Muskeln. Aber ich kann damit laufen. Das ist schwer, aber es geht. Du fühlst dich anders auf Anabolika." Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS soll sie während der diesjährigen Hallen-Europameisterschaften in Prag von Mitarbeitern der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) befragt worden sein.

Eine erste ARD-Reportage mit massiven Dopingvorwürfen gegen russische Leichtathleten hatte für großes Aufsehen und personelle Konsequenzen im russischen Verband gesorgt. Präsident Valentin Balachnitschew gab sein Amt nach rund 20 Jahren ab, Cheftrainer Valentin Maslakow wurde durch Juri Borsakowski ersetzt. Der 800-Meter-Olympiasieger von 2004 verkündete Ende März den Beginn einer dopingfreien Ära in seinem Team. Kremlchef Wladimir Putin hatte erklärt, Doping sei nicht zu rechtfertigen. Putin forderte von den Sportverbänden eine verstärkte Aufklärungsarbeit. Der neue Film belegt laut ARD indes, dass dopende Sportler und ihre Hintermänner weiterhin geschützt würden.

In Kenia sei es gelungen, dubiose Ärzte und ihre Dopingkunden beim Spritzen gefährlicher Dopingmittel zu filmen, hieß es. Die kenianische Weltklasse-Marathonläuferin Rita Jeptoo war in diesem Jahr wegen EPO-Dopings gesperrt worden, die 33-Jährige verpasst damit die Weltmeisterschaften in Peking vom 22. bis 30. August.

Die Rechercheergebnisse und die Einsicht geheimer Dokumente legten insgesamt den Schluss nahe, dass es mehr dopende Leichtathleten gebe, als der Weltverband IAAF überführt habe, teilte die ARD mit.

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