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Robert Harting wird nicht an Leichtathletik-WM 2015 teilnehmen

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"Habe bis zuletzt gehofft"  

Diskus-Star Robert Harting sagt WM-Start ab

11.08.2015, 16:39 Uhr | dpa, sid

Robert Harting wird nicht an Leichtathletik-WM 2015 teilnehmen. Robert Harting wird nicht an der WM in Peking teilnehmen. (Quelle: imago/Sebastian Wells)

Robert Harting wird nicht an der WM in Peking teilnehmen. (Quelle: Sebastian Wells/imago)

Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat seinen Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Peking (22. bis 30. August) abgesagt. Das gab der 30-Jährige in Kienbaum bekannt. Er begründete seinen Schritt damit, dass er noch nicht wieder fit genug sei und seinen Traum vom Olympiagold in Rio nicht gefährden zu wollen.

"Die Versuchung war da, ich habe bis zuletzt auf einen Start gehofft", sagte Harting: "Aber wenn ich mir noch einmal das Kreuzband reiße, kann ich Rio vergessen."

"Mischung aus Risiko, Bauchgefühl und Leistungsgefühl"

Ein Start, so Harting weiter, sei unter diesen Umständen nicht zu vertreten. "Ich müsste da ein Risiko eingehen, das ich nicht eingehen kann. So ist diese Entscheidung eine Mischung aus Risiko, Bauchgefühl und Leistungsgefühl", sagte er.

Seine volle Konzentration gilt nun den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Rio de Janeiro, wo er seinen Erfolg von 2012 in London wiederholen möchte. Der dreimalige Weltmeister hatte im September 2014 einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des Innenbandes im linken Knie erlitten und arbeitet seitdem an seinem Comeback.

Kritik am DLV-Präsidenten

Bei gleicher Gelegenheit übte Harting Kritik am Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop. Er warf dem Verbandschef in der aktuellen Doping-Debatte mangelnde Unterstützung für die Athleten und Taktiererei vor.

Nach den Enthüllungen der ARD und der britischen Zeitung "Sunday Times" sei Prokop "rhetorisch untergegangen", erklärte Harting auf einer Pressekonferenz in Kienbaum, "das hat mich furchtbar erschüttert. Ein Präsident muss nah an den Athleten sein und den Sport nicht aus dem VIP-Zelt führen."

Prokop nimmt Weltverband in die Pflicht

Harting vermutet taktisches Kalkül bei Prokop: "Vielleicht liegt es an seiner Kandidatur für das IAAF-Council. Auch Prokops Zurückhaltung nach dem Video-Protest deutscher Athleten um Harting haben ihn "riesig enttäuscht. Solche Aussagen zeigen immer wieder, dass das alles Taktik ist. Er hätte ja auch mal Kritik an der IAAF üben können. Wenn es die Länder oder die Verbände nicht tun, wer soll es denn sonst machen?"

Prokop selbst hat in einem Interview mit dem Fachblatt "Leichtathletik" den Weltverband IAAF und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) im Kampf gegen Doping in die Pflicht genommen. "Das bestehende System muss permanent auf seine Effizienz hin überprüft werden, insbesondere, ob wir weltweit einheitliche Kontrollstandards haben. Den daraus resultierenden Handlungsbedarf sehe ich dann bei der WADA und der IAAF", sagte der DLV-Boss.

Prokop glaubt nicht, dass Doping in der deutschen Leichtathletik verbreitet ist: "Darüber liegen uns keine Erkenntnisse vor. Auf Nachfrage bei der Redaktion der ARD hat man uns mitgeteilt, dass man diesen Vorwurf, der im Raum steht, in dieser Form nicht bestätigen könne."

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