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Leichtathletik-WM: Athleten beklagen jede Menge Pannen

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Athleten beschweren sich  

Jede Menge Pannen zum WM-Auftakt

23.08.2015, 12:06 Uhr | sid

Leichtathletik-WM: Athleten beklagen jede Menge Pannen . Die Organisatoren bei der Leichtathletik-WM in Peking stehen in der Kritik. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Die Organisatoren bei der Leichtathletik-WM in Peking stehen in der Kritik. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Die Beschwerden der Athleten sind nicht zu überhören: keine Klos, keine Bananen, kein Lächeln: Trotz penibler Vorbereitungen leisteten sich die Organisatoren zum Auftakt der Leichtathletik-WM in Peking einige peinliche Pannen.

"Auf dem Einlaufplatz fehlen definitiv Toiletten", sagte Sprinter Julian Reus über seine Suche nach einem stillen Örtchen. Und 800-Meter-Läufer Robin Schembera scheiterte bei dem Versuch, sich einen gesunden Snack zu besorgen. "Ich wollte im Hotel eine Banane haben. Gab's nicht. Bananen gibt es nur jeden zweiten Tag", sagte der Leverkusener: "Bei einer WM! Für Sportler! In einem Hotel für 1000 Menschen!"

Bei der WM 2009 in Berlin sei die kulinarische Versorgung besser organisiert gewesen: "Da ist der Deutsche mit seiner akkuraten Pikiertheit den Chinesen himmelweit voraus."

Marathon sorgt für lange Fahrtzeiten mit dem Bus

Immerhin war die Eröffnungsfeier perfekt choreographiert - doch ansonsten hatten die Gastgeber einige Startschwierigkeiten. Gleich zu Beginn steckten einige Athleten in kilometerlangen Staus fest und kamen teilweise zu spät zum Stadion.

Dabei sind Verkehrsprobleme ja eigentlich nichts Neues in der chinesischen Hauptstadt - dumm nur, wenn wegen des Marathons der Männer zahlreiche Straßen gesperrt sind und die Organisatoren für die Bus-Shuttles keine Alternativrouten eingeplant hatten. Für eine Strecke von ihrem Hotel bis zum Stadion, die normalerweise höchstens 15 bis 20 Minuten dauert, brauchten Sportler und Trainer rund eine Stunde länger.

"Der Ton ist ein anderer"

Zudem schüttelten viele Athleten über das unbeholfene Verhalten einiger Kampfrichter den Kopf. Die neue Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz bemängelte den schroffen Umgangston. "Egal, ob im Hotel oder im Stadion - der Ton in China ist einfach ein anderer als in Deutschland", sagte die 29-Jährige: "In Deutschland heißt es nicht STOPPP!, sondern Stop."

Zudem sei die Verständigung ein großes Problem: "Es wäre schon mal schön, wenn man einen Dolmetscher hier hätte, damit man mit den Chinesen kommunizieren kann - denn englisch ist nicht so deren Stärke."

Ist der Marathon-Lauf schon zu Ende?

Eine klare Ansage vermissten hingegen die Marathonläufer. Nach ihren anstrengenden 42,195 Kilometern in der Hitze von Peking wussten sie schlicht nicht, wann sie im Ziel sind. Noch eine Runde im Stadion drehen oder nicht? Am Ende mussten die hochspringenden Siebenkämpferinnen ihre erschöpften Kollegen stoppen.

Kurios war auch ein Kamera-Unfall beim ersten Auftritt von Usain Bolt. Während der 100-Meter-Vorläufe knallte eine der mitfahrenden Kameras, die besonders spektakuläre Bilder liefern sollte, über das Ende ihrer Schiene hinaus und steckte arg ramponiert fest. Zunächst überdeckten die Techniker den Schaden mit einer Plane, nach dem Wettkampf versuchten sie, das teure Stück hektisch zu reparieren.

Trotz aller Pannen kann man eines den chinesischen Organisatoren aber sicher nicht vorwerfen: "Alle geben sich Mühe", sagte Reus.

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