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Adidas beendet Sponsoring der IAAF

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Hiobsbotschaft für Leichtathletik-Weltverband  

BBC: Adidas beendet Sponsoring mit IAAF

25.01.2016, 12:17 Uhr | sid

Adidas beendet Sponsoring der IAAF. Adidas war seit 2008 Hauptsponsor des IAAF. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Adidas war seit 2008 Hauptsponsor des IAAF. (Quelle: ZUMA Press/imago)

Hiobsbotschaft für den IAAF: Im Zuge des Doping- und Korruptionsskandals wird der Leichtathletik-Weltverband offenbar seinen größten Sponsor verlieren.

Wie die BBC berichtete, soll der Sportartikelhersteller Adidas vier Jahre vor Ablauf des Vertrages aus dem Sponsoren-Deal aussteigen. Damit würden der IAAF laut BBC Einnahmen in Höhe von über 30 Millionen Dollar (27,8 Millionen Euro) entgehen. Weder Adidas noch die IAAF wollten sich auf BBC-Anfrage äußern.

Laut dem Bericht habe Adidas der IAAF bereits im November mitgeteilt, dass man einen Rückzug in Erwägung ziehe, nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA den ersten erschütternden Bericht zum staatlich unterstützten Doping in Russland veröffentlicht hatte. Die finale Entscheidung soll Adidas der IAAF aber erst vor wenigen Tagen mitgeteilt haben.

Vertrag lief ursprünglich bis 2019

Der Vertrag mit Adidas war 2008 für die Dauer von elf Jahren abgeschlossen worden. Damals hieß es, der Deal bringe der IAAF 33 Millionen Dollar ein, laut BBC-Informationen soll der tatsächliche Wert allerdings deutlich höher liegen.

Die unabhängige Untersuchungskommission der WADA hatte massive Dopingverfehlungen in der russischen Leichtathletik festgestellt. Daraufhin war der russische Verband ARAF aus der IAAF ausgeschlossen worden. Zudem suspendierte die WADA die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA und entzog dem Moskauer Anti-Doping-Labor die Akkreditierung.

Im zweiten Teil des Berichts der WADA-Kommission war der IAAF ein Komplettversagen vorgeworfen und besonders Sebastian Coes Vorgänger als IAAF-Präsident, Lamine Diack, schwer belastet worden. Korruption sei "in der Organisation verwurzelt", hieß es in dem Report. Auch die Mitglieder des IAAF-Councils hätten von den verdächtigen Vorgängen rund um positive Dopingproben russischer Leichtathleten wissen müssen. Coe sitzt seit 2003 in der "Weltregierung" der Leichtathletik und war ab 2007 IAAF-Vizepräsident.

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