Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Leichtathletik >

Doping - Popow: Russische Athleten brauchen schnell Klarheit

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Doping  

Popow: Russische Athleten brauchen schnell Klarheit

07.06.2016, 04:42 Uhr | dpa

Doping - Popow: Russische Athleten brauchen schnell Klarheit. Hochspringerin Anna Tschitscherowa gehört zu den nachträglich erwischten russischen Olympioniken.

Hochspringerin Anna Tschitscherowa gehört zu den nachträglich erwischten russischen Olympioniken. Foto: Kerim Okten. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Die russischen Leichtathleten brauchen nach Einschätzung von Alexander Popow schnell Klarheit, ob sie an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen dürfen.

Das sagte der vierfache olympische Schwimm-Goldmedaillengewinner (44) im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Wegen massenhaften Dopings hat die Internationale Leichtathletik-Föderation IAAF die russische Mannschaft suspendiert. Die Entscheidung über Rio soll am 17. Juni fallen. Für Doping in Russland trügen die Sportler die Verantwortung, nicht das System, sagt Popow, Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Wie hoch schätzen Sie das Risiko eines Ausschlusses von Olympia?

Popow: Das Risiko ist hoch, dass die russischen Leichtathleten in Rio nicht teilnehmen dürfen. Aber ich denke, die russischen Behörden, der Leichtathletikverband unternehmen alles Notwendige, um der IAAF zu beweisen: Ja, wir tun jetzt das Richtige. Wir halten uns an alle Empfehlungen.

Muss man nach den zahlreichen Dopingfällen im russischen Sport nicht sagen, dass der Fehler im System liegt?

Popow: Das System in Russland hilft Sportlern und ihren Trainern zusammen mit den Verbänden, zu trainieren und sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. Die Regierung vertraut auf die Professionalität der Trainer, der Verbände. Ich will mich nicht zu negativ äußern. Aber was wir jetzt sehen, ist individuelles Verhalten. Es untergräbt nicht nur das Image der Athleten und der Trainer. Es schadet dem Image des russischen Sports. Die Besten zu werden, liegt uns Russen im Blut. Aber es gibt leider Sportler, die nutzen solche Mittel, um aufs Podium zu kommen.

Wie bitter ist es für Sportler, einen Wettkampf zu verpassen, auf den man sich lange vorbereitet hat?

Popow: Es ist das eine, den Wettkampf wegen einer Verletzung oder Krankheit zu verpassen. Es ist etwas anderes, den Wettkampf wegen der Entscheidung eines internationalen Gremiums zu verpassen in einer Lage, die sich längst verbessert hat. Die Sportler, die für Olympia trainieren, warten auf eine Entscheidung. Wenn man sie weiter zwischen Himmel und Erde hält, macht es den Druck noch stärker. Je schneller die Entscheidung fällt, desto besser für die Sportler.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal