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Leichtathletik: Die stimmen zur Sperre russischer Leichtathleten

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Leichtathletik  

Die stimmen zur Sperre russischer Leichtathleten

18.06.2016, 11:16 Uhr | dpa

Leichtathletik: Die stimmen zur Sperre russischer Leichtathleten. Die Entscheidung der IAAF löste ein große Medienecho aus.

Die Entscheidung der IAAF löste ein große Medienecho aus. Foto: Hannibal Hanschke. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Deutsche Presse-Agentur hat die internationalen Pressestimmen zur Sperre der russischen Leichtathleten gesammelt.

RUSSLAND:

"Sport-Express": "Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hat unserem Sport bei seiner Sitzung in Wien einen solch heftigen Schlag versetzt, dass wir ihn noch über Jahrzehnte spüren werden. All die Erniedrigung, all die Zugeständnisse und die enormen Bemühungen im Kampf gegen Doping - all das war vergeblich. Das ist für uns eine sehr bittere Lektion. (...) Die Botschaft daraus kann nur eine sein: Die PR des Leichtathletik-Weltverbandes ist wichtiger als die Fakten. Wenn wir das, was wir an Millionen in den Kampf gegen Doping gesteckt haben, in eine Kampagne zur Verherrlichung unseres Sportes im Westen gesteckt hätten, wären wir wahrscheinlich in Rio dabei. Es widerstrebt anzunehmen, das Urteil der IAAF sei politisch voreingenommen. Aber es scheint, als sei es genau so."

SPANIEN:

"El País": "Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele darf einer der großen Verbände an diesem Großereignis wegen Dopings nicht teilnehmen. Nur das IOC kann den russischen Leichtathleten noch eine Olympia-Teilnahme ermöglichen."

"La Vanguardia": "Eine historische Entscheidung: Russlands Leichtathleten dürfen wegen Dopings nicht an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen. Nur das IOC kann daran noch etwas ändern."

"Marca": "Der Leichtathletik-Weltverband IAAF kennt kein Pardon mit Russland. Er ebnet jedoch einen Weg, über den 'saubere' russische Athleten doch an den Olympischen Spielen teilnehmen können."

ITALIEN:

"La Gazzetta dello Sport": "Wenn Doping seit jeher als die Pest des Sports angesehen wurde, ist russisches Doping zu einer doppelten Plage geworden. Es ist eine wahre Epidemie, die nicht nur das Netz der Leichtathletik angegriffen hat, sondern in der Königsdisziplin des Sports einen besonders fruchtbaren Boden gefunden hat."

"Tuttosport": "Dem Doping (zumindest dem russischen) ist der Krieg erklärt worden."

"La Stampa": "Die internationale Leichtathletik hat Russland verstümmelt (...) Es wird nicht nur eine Disziplin aus dem Programm gekürzt. Russland, stets auf sein Ansehen bei sportlichen Erfolgen bedacht, ist schon jetzt aus dem Medaillenspiegel."

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