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Leichtathletik-EM: Malaika Mihambo holt Bronze im Weitsprung

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18 Jahre nach Heike Drechsler  

Malaika Mihambo holt EM-Bronze im Weitsprung

08.07.2016, 21:51 Uhr | sid

Leichtathletik-EM: Malaika Mihambo holt Bronze im Weitsprung. Die deutsche Weitspringerin Malaika Mihambo feiert ihre EM-Medaille. (Quelle: dpa)

Die deutsche Weitspringerin Malaika Mihambo feiert ihre EM-Medaille. (Quelle: dpa)

Malaika Mihambo hat 18 Jahre nach Heike Drechsler wieder eine deutsche EM-Medaille im Weitsprung gewonnen. Die 22-Jährige holte bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam in einem spannenden Wettkampf Bronze.

Mit 6,65 Metern im vierten Versuch musste sie sich nur der Top-Favoritin Ivana Spanovic aus Serbien (6,94) und der Britin Jazmin Sawyers (6,86) geschlagen geben.

"Am Ende bin ich sehr glücklich, dass ich Bronze gewonnen habe. Es ist nicht so rundgelaufen, wie ich es gehofft hatte", sagte Mihambo: "Noch ein paar Wettkämpfe, dann geht es nach Rio. Da will ich das Beste aus mir herausholen."

Mihambo tritt in die Fußstapfen von Drechsler

Nach dem letzten Sprung der Konkurrenz atmete Mihambo erstmal kräftig durch. Vor zwei Jahren in Zürich hatte sie mit exakt dieser Weite nur Platz vier hinter der weitengleichen Russin Darja Klischina belegt. "Ich bin so froh, dass es dieses Mal mit einer Medaille geklappt hat", sagte Mihambo.

Sieben-Meter-Springerin Alexandra Wester kam mit 6,51 Metern auf den siebten Platz, Nadja Käther mit 6,48 Metern erreichte Platz neun.

Als bisher letzte deutsche Weitspringerin hatte Drechsler 1998 eine EM-Medaille gewonnen - damals holte sie ihren vierten Titel in Serie. Für Mihambo, die in der Qualifikation mit 6,76 Metern die Olympia-Norm geknackt (6,70) hatte, ist es der größte Erfolg ihrer Karriere.

Fischer holt Silber - Perkovic schreibt Geschichte

Julia Fischer gewann Silber im Diskuswerfen. Die 26-Jährige warf 65,77 Meter und musste sich nur der erneut überragenden Sandra Perkovic aus Kroatien (69,97) geschlagen geben. Auch Bronze ging an Deutschland - wie schon 2014 an Shanice Craft (63,89). Die WM-Dritte Nadine Müller rundete als Vierte (62,63) das starke Ergebnis der deutschen Werferinnen ab.

Fischer, Freundin von Diskus-Star Robert Harting, durfte drei Versuche lang sogar vom Gold-Coup träumen, doch dann hatte Perkovic ihren Rhythmus gefunden - ihre 66,03 Meter aus dem vierten Durchgang ließ sie noch die beeindruckende Siegesweite folgen. Für Perkovic war es der vierte EM-Titel in Serie - das schaffte vor ihr noch keine Werferin.

Heidler verabschiedet sich mit Silber von der EM-Bühne

Die ehemalige Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler errang bei ihrer letzten Leichtathletik-EM die Silbermedaille. Die 32-Jährige kam im dritten Versuch auf eine Saisonbestleistung von 75,77 Metern und musste nur ihrer Dauerrivalin und Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk (Polen/78,14) den Vortritt lassen.

Es war die vierte Medaille der Titelkämpfe für die deutschen Leichtathleten. Heidler, bei den Olympischen Spielen 2012 Dritte und 2010 in Barcelona Europameisterin, hat bereits angekündigt, nach der Saison ihre Karriere zu beenden. Kathrin Klaas und Charlene Woitha waren in der Qualifikation ausgeschieden.

Reus verpasst 200-Meter-Finale

Indes erlebte Sprinter Julian Reus die nächste Enttäuschung erlebt. Der 28-Jährige verpasste nach dem 100-Meter-Finale auch den Endlauf über die doppelte Distanz. Mit 20,83 blieb der deutsche 100-Meter-Rekordler (10,03) deutlich über seiner Saisonbestleistung (20,41). Reus muss nun mit der 4x100-Meter-Staffel auf einen versöhnlichen EM-Abschluss hoffen.

Wie für Reus war auch für Deutschlands Jahresbesten Aleixo-Platini Menga (20,27) nach enttäuschenden 21,06 Sekunden Endstation, der 28-Jährige hatte aber auch starken Gegenwind (-1,7 Meter/Sekunde). Robin Erewa scheiterte nach 20,98 Sekunden.

Stabhochsprung-Ass Lavillenie verpokert sich

Stabhochsprung-Olympiasieger und -Weltrekordler Renaud Lavillenie verpokerte sich auf der Jagd auf seinen historischen Erfolg. Der Franzose riss dreimal seine Einstiegshöhe von 5,75 Metern und verpasste damit seinen vierten Europameistertitel in Serie. Solch einen Erfolg hat bisher kein Athlet geschafft.

Gold ging nach dem Salto nullo des Topfavoriten an Robert Sobera (Polen/5,60), Silber holte Jan Kudlicka (Tschechien/5,60). Der Deutsche Karsten Dilla kam mit übersprungenen 5,30 auf den siebten Platz.

Vize-Weltmeister Raphael Holzdeppe hatte seinen EM-Start kurzfristig abgesagt, seine Olympiateilnahme ist fraglich. Tobias Scherbarth war in der Qualifikation ausgeschieden.

Pinto Sechste bei Schippers Heimsieg

Über 100 Meter sprintete Tatjana Pinto im Finale 11,33 Sekunden und belegte damit den sechsten Platz. Den Titel holte sich Topfavoritin Dafne Schippers. Die niederländische 200-Meter-Weltmeisterin setzte sich unter dem Jubel der 21.000 Zuschauer in 10,90 Sekunden klar vor der Bulgarin Ivet Lalowa-Collio (11,20) durch. Bronze ging an Mujinga Kambundji aus der Schweiz (11,25).

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