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Leichtathletik: EM-Medaille für Familie Harting? - Chance für Speerwurfer

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Leichtathletik  

EM-Medaille für Familie Harting? - Chance für Speerwurfer

09.07.2016, 04:42 Uhr | dpa

Leichtathletik: EM-Medaille für Familie Harting? - Chance für Speerwurfer. Robert Harting und sein Bruder Christoph kämpfen bei der EM um eine Medaille.

Robert Harting und sein Bruder Christoph kämpfen bei der EM um eine Medaille. Foto: Sven Hoppe. (Quelle: dpa)

Amsterdam (dpa) - Die Medaillenentscheidungen mit den besten Chancen für deutsche Athleten:

DISKUS MÄNNER (Finale 20.35 Uhr): Kommt der "kleine Harting" ganz groß raus? Der Bruder von Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting kämpft um seine erste Medaille bei einem internationalen Großereignis. Neben dem WM-Achten Christoph Harting hat auch der Wattenscheider Daniel Jasinski den Sprung ins Finale geschafft. Robert war 2012 und 2014 Europameister - landet sein jüngerer Bruder nun den EM-Hattrick für die Familie? Weltmeister Piotr Malachowski - in dieser Saison die Nr. 1 in der Welt - will das verhindern.

STABHOCHSPRUNG FRAUEN (Finale 19.20 Uhr): Ein DLV-Trio hat den Sprung ins Finale geschafft: Die deutsche Meisterin Martina Strutz (Schwerin), Lisa Ryzih aus Ludwigshafen und Annika Roloff (Holzminden). Die besten Aussichten dürfte Strutz haben, die erstmals seit fünf Jahren wieder 4,70 Meter überwunden hat. Allerdings bestreitet sie die EM aus dem Training heraus. Als Favoritinnen im Feld der 14 Finalteilnehmerinnen gelten die Griechinnen Ekateríni Stefanídi und Nikoléta Kiriakopoúlou.

DREISPRUNG MÄNNER (Finale 19.45 Uhr): Kann der jüngste im deutschen Männer-Team für eine Überraschung sorgen? Vier Tage vor seinem 20. Geburtstag steht Hallen- Vizeweltmeister Max Heß bei seiner ersten Europameisterschaft im Finale. Seine 16,93 Meter waren die beste Weite in der Qualifikation - auch der Pole Karol Hoffmann schaffte das noch.

SPEERWURF FRAUEN (Finale 18.45 Uhr): Wird die Weltmeisterin auch Europameisterin? Katharina Molitor ist das zuzutrauen, auch wenn sie bei den "Deutschen" in Kassel nur Zweite wurde. Im Finale steht auch ihre Leverkusener Vereinskollegin Linda Stahl. Mit 63,73 Metern in der Qualifikation setzte Titelverteidigerin Barbora Spotakova (Tschechien) eine Marke. Die deutsche Meisterin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken war mit nur 57,17 Metern überraschend ausgeschieden. Beeindruckend ist die Statistik: 13 Mal in Serie gab es für deutsche Speerwerferinnen eine EM-Medaille - zum letzten Mal gingen sie 1969 in Athen leer aus.

SIEBENKAMPF (Entscheidung nach den 800 Metern/20.45 Uhr): DLV-Solistin Anna Maiwald aus Leverkusen war nach vier Disziplinen mit 3595 Punkten Achte. Sie peilt bei ihrem EM-Debüt ein Ergebnis in der Nähe ihrer Bestleistung (6111) an. Als Spitzenreiterin übernachtet die Niederländerin Anouk Vetter, sie hat bisher 3882 Punkte gesammelt. Titelverteidigerin Antoinette Nana Djimou (Frankreich) liegt mit 3786 Zählern in Lauerstellung. Die Jahresbesten Jessica Ennis-Hill (Großbritannien) und Laura Ikauniece-Admidiņa (Lettland) verzichten ebenso auf einen EM-Start wie die besten deutschen Siebenkämpferinnen um Carolin Schäfer.

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