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Leichtathletik: Ex-Weitspringer Powell erbost über Weltrekord-Reform

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Leichtathletik  

Ex-Weitspringer Powell erbost über Weltrekord-Reform

03.05.2017, 12:46 Uhr | dpa

Leichtathletik: Ex-Weitspringer Powell erbost über Weltrekord-Reform. Mike Powell bei seinem legendären Weltrekordsprung über 8,95 Meter am 20.

Mike Powell bei seinem legendären Weltrekordsprung über 8,95 Meter am 20. August 1991 in Tokio. Foto: Panaphoto/Pan-Asia. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Der frühere Weltklasse-Weitspringer Mike Powell hat die jüngsten Pläne zur Abschaffung vieler Leichtathletik-Weltrekorde scharf kritisiert.

Die vom Europa-Verband EA als "Revolution" bezeichnete Neubewertung und damit auch die Streichung vieler Weltrekorde sei für ihn "respektlos, eine Ungerechtigkeit und ein Schlag ins Gesicht", sagte der 53-Jährige der BBC. "Ich habe bereits meinen Anwalt kontaktiert", berichtete der Amerikaner, der seit der WM 1991 den Weitsprung-Weltrekord mit 8,95 Metern hält.

Wenn die von der EA vorgeschlagenen neuen Richtlinien vom 1. Januar 2018 an greifen, dann könnte auch Powell seinen Weltrekord nach fast 27 Jahren verlieren. Dass viele Top-Leistungen aus der Hoch-Zeit des Dopings mit der Reform nun gleichermaßen als verdächtig gelten, das erbost ihn besonders. "Natürlich gibt es da Rekorde, die man irgendwie anzweifeln muss", gab er zu. "Aber meiner ist astrein. Das ist eine Story des menschlichen Herzens und von Kampfeswillen, einer der größten Momente in der Geschichte des Sports."

Falls der Reformantrag im Herbst auch vom Weltverband IAAF abgesegnet wird - Präsident Sebastian Coe hat sich bereits positiv geäußert -, würden aufgrund der Neubewertung zahlreiche aktuelle Weltrekorde gestrichen. Denn die härteren Kriterien für die Anerkennung, die von 2018 an greifen sollen, gelten auch rückwirkend.

Eine Bedingung soll eine Mindestzahl von Kontrollen des jeweiligen Athleten im Zeitraum von zwölf Monaten vor dem Rekord sein. Außerdem sollen die Dopingproben zehn Jahre lang aufbewahrt werden. Von den Leichtathletik-Weltrekorden in den 47 olympischen Disziplinen würde die große Mehrzahl damit keinen Bestand mehr haben.

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