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Leichtathletik: Makwala und van Niekerk im 200-Meter-Finale

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Leichtathletik  

Makwala und van Niekerk im 200-Meter-Finale

09.08.2017, 22:45 Uhr | dpa

Leichtathletik: Makwala und van Niekerk im 200-Meter-Finale. Isaac Makwala bejubelt in London seinen Einzug ins WM-Finale über 200 Meter.

Isaac Makwala bejubelt in London seinen Einzug ins WM-Finale über 200 Meter. Foto: Yui Mok. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Botswanas Weltklasse-Sprinter Isaac Makwala steht nach nach einer Magen-Darm-Erkrankung, 48 Stunden Quarantäne und langer Ungewissheit im 200-Meter-Finale der Leichtathletik-
Weltmeisterschaften in London.

Der 30-Jährige qualifizierte sich in 20,14 Sekunden für den Endlauf am Donnerstag (22.50 Uhr MESZ). Damit kommt es nun zum mit Spannung erwarteten Top-Duell: Makwala gilt als härtester Konkurrent von 400-Meter-Weltmeister Wayde van Niekerk. Der Südafrikaner strebt das seltene Gold-Double über 200 und 400 Meter an. Superstar Usain Bolt tritt bei seiner Abschieds-WM nicht auf seiner Lieblingsstrecke an.

Mit einem Sololauf auf Bahn 7 hatte sich Makwala gut zwei Stunden zuvor zunächst für das Halbfinale qualifiziert. Der an einem Magen-Darm-Virus erkrankte Sprinter erhielt erst am Mittwoch vom Weltverband IAAF die Starterlaubnis. Als die 20,20 Sekunden auf der Anzeigetafel aufleuchteten, reagierte Makwala mit Wut und Spott: Er machte auf der regennassen Tartanbahn sieben Liegestütze und salutierte dann in Richtung Publikum.

Die IAAF hatte Makwala am Dienstag den Start im 400-Meter-Finale untersagt, das van Niekerk gewann. Wegen der ansteckenden Erkrankung hatte der Mann aus Botswana am Montag den 200-Meter-Vorlauf verpasst und musste in Quarantäne.

Am Dienstagabend war Makwala sogar schon am Olympiastadion, wurde aber gestoppt und zurückgewiesen. Das britische Gesundheitsrecht schreibt in Erkrankungs-Fällen zwingend eine 48-stündige Quarantäne vor; der Sportler musste auf seinem Hotelzimmer bleiben.

Makwala hatte zunächst frustriert und empört auf sein vermeintliches WM-Aus reagiert und den Organisatoren sogar "Sabotage" vorgeworfen. "Sie haben mir nicht mal zugehört. Sie haben nur gesagt: Nein, du kannst nicht laufen, weil du krank bist", hatte der Sprinter dem britischen Fernsehsender ITV in London gesagt. "Manchmal denke ich, das könnte Sabotage sein."

IAAF-Präsident Sebastian Coe wehrte sich gegen solche Verschwörungstheorien. "Jeder, der andeutet, dass dies eine Verschwörung ist, lebt offensichtlich auf einem völlig anderen Planeten", sagte der Brite im Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Warum sollten wir ein Duell verhindern wollen, das diese Weltmeisterschaft geprägt hätte?"

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