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Navigation in der Wüste  

Ohne GPS geht fast nichts

12.02.2010, 22:39 Uhr | T-Online, t-online.de

Immer noch verdammt wichtig: das gute alte Roadbook (Foto: imago)Immer noch verdammt wichtig: das gute alte Roadbook (Foto: imago) Das A und O bei der Rallye Dakar ist die richtige Navigation. Neben der Landkarte ist das Navigationssystem zweifelsohne das wichtigste Hilfsmittel bei der Durchquerung der verschiedenen Wüstenetappen. Die Fahrer bekommen erst rund sechs Wochen vor dem Rallye-Start eine Übersichtskarte über den groben Etappenverlauf. Diese Übersichtskarte ist jedoch kaum zur Detailplanung geeignet. In einem Maßstab von etwa 1:10.000.000 lässt sich die genaue Strecke höchstens erahnen.

Rallye Dakar Die Etappen im Überblick

GPS-Koordinaten für den Bordcomputer

Der präzise Streckenverlauf bleibt ein wohl gehütetes Geheimnis. Erst am Vorabend der zu befahrenden Etappe wird die genaue Route bekanntgegeben. Um den genauen Streckenverlauf möglichst perfekt nachzufahren, erhalten die einzelnen Fahrer und Co-Piloten für jede Etappe ein Roadbook. Allerdings muss der detaillierte Streckenverlauf noch vom Team dechiffriert werden. Außerdem erhält jedes Team am Vorabend der Etappe verschiedene GPS-Koordinaten, die in das bordeigene GP-System eingegeben werden müssen.

Navigationshilfe verschärft

Wie zur Rallye Dakar 2007 eingeführt, findet das "stille" GPS wieder seine Anwendung. Das bedeutet, dass der GPS-Monitor keine Abweichungen von der Ideallinie mehr anzeigen wird und auch nicht die Richtung vorgibt, der man folgen sollte. Das Navigationssystem wird die meiste Zeit auf die Funktion eines Kompasses reduziert. Befindet sich ein Teilnehmer innerhalb von drei Kilometern eines versteckten Wegpunktes (WPM), dann erscheint er auf dem GPS-Monitor. Die Annäherung an die Wegunkte funktioniert aber nur durch die Angaben im Road-Book. Zudem gibt es aber auch noch sichtbare Wegpunkte (WPE), die angezeigt werden, sobald sich die Piloten dem vorherigen Wegpunkt bis auf 200 Meter genähert haben. Sollte dennoch jemand die Orientierung verlieren, dann gibt es noch die Möglichkeit einen Freischalt-Code in das GPS einzugeben, wodurch die Wegpunkte sichtbar werden. Die Verwendung des Codes hat aber Strafen zur Folge, die bis zum Ausschluss aus dem Bewerb reichen können.

Individuelle Erfahrung unersetzbar

Deshalb versuchen die Fahrer auf Basis früherer Unterlagen, den Verlauf der künftigen Etappen mit Hilfe von alten Karten und Roadbooks zu erahnen und mit der tagesaktuellen Information zu ergänzen. Denn in der Regel werden Teilstrecken befahren, die bereits in der Vergangenheit genutzt wurden, da nur mit größtem Aufwand eine vollkommen neue Strecke zu verwirklichen wäre. Um in der Wüste nicht verloren zu gehen, kommt es also nicht nur auf die technischen Hilfsmittel an, sondern auch auf gute Vorbereitung und individuelle Erfahrung.

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