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Der dritte im Bunde will für Furore sorgen

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Rallye Dakar - BMW X-Raid  

Der dritte im Bunde will für Furore sorgen

12.02.2010, 22:40 Uhr | t-online.de, adrivo.com

Das Duo Al Attiyah und Tina Thörner bei der Rallye Marokko (Foto: imago)Das Duo Al Attiyah und Tina Thörner bei der Rallye Marokko (Foto: imago) Volkswagen Motorsport und Mitsubishi sind die klaren Favoriten für die Rallye Dakar 2008. Doch das kleine Privatteam BMW X-Raid aus Trebur in der Nähe von Frankfurt am Main will alles versuchen, um die großen Zwei zu ärgern. Teamchef Sven Quandt war früher selbst als Fahrer und Beifahrer unter anderem bei der Rallye Dakar unterwegs. 2002 begann er mit dem Aufbau des Teams X-Raid und nahm an verschiedenen Rallyes teil. 2003 erreichte er mit Luc Alphand bei der Dakar den neunten Rang. Ein Jahr später holte der Franzose den vierten Platz für das deutsche Privatteam. Zudem sicherte sich der Fahrer Khalifa Al-Mutawei den Titel der FIA Cross Country Weltmeisterschaft. Zwischenzeitlich war Sven Quandt von 2002 bis 2004 als "Head of Motorsport" für Mitsubishi tätig.

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Der Tod von McRae wirkt noch nach

Das BMW X-Raid Team wird 2008 mit fünf Fahrzeugen an den Start gehen. Die Duos Nasser Al Attiyah/Tina Thörner, Bruno Saby/Alain Guehennec und Guerlain Chicherit/Mattieu Baumel pilotieren die drei X-raid BMW X3 CC. Paulo Nobre/Filipe Palmeiro sitzen in einem BMW X3 CC und Miguel Barbosa/Miguel Ramalho in einem BMW X5 CC. Doch diese Konstellation war so nicht geplant. Eigentlich sollte der tödlich verunglückte Colin McRae zusammen mit Tina Thörner die Rallye Dakar bestreiten. Der Unfall brachte das Team nicht nur wegen der Fahrerkonstellationen durcheinander. "Ich habe viele Piloten gesehen, aber er war für mich der Beste, wenn es darum ging ein Auto anzustimmen. Er ist begnadet gewesen", beschreibt ihn Teamchef Sven Quandt. So ging man auf die Suche nach einem neuen Fahrer und holte sich Bruno Saby ins Boot. Der Franzose konnte 1993 die Dakar gewinnen und ist ein sehr erfahrener Pilot.

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Thörner und Al Attiyah können gut miteinander

Allerdings kam es damit auch zum Tausch der Co-Piloten. Tina Thörner, die eigentlich McRae leiten sollte, wechselte an die Seite von Nasser Al Attiyah. Zu Beginn gab es die Befürchtungen, dass sich die sehr selbstbewusste Schwedin und der muslimische Katarer aus kulturellen Gründen nicht verstehen würden. Doch die Sorgen waren grundlos: Bei der Rallye in Marokko bewiesen die beiden mit vier Etappensiegen, dass sie sehr gut zusammenarbeiten können.

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Starke Vorstellung 2007

Auch im Jahr 2007 konnte das BMW X-Raid Team auf sich aufmerksam machen. Leider nicht immer positiv. Jutta Kleinschmidt und Tina Thörner gerieten von einem Problem in andere und blieben mit Platz 15 weit unter ihren Möglichkeiten. Guerlain Chicherit und Matteu Baumel hatten einen schweren Unfall, an dem der französische Fahrer heute noch zu knappern hat. "Die ersten drei, vier Tage bei der Dakar werden noch schwer für mich, aber danach müsste es wieder gehen." Nach den Problemen der Race Touaregs von VW wurde Nasser Al Attiyah zum Podiumskandidat und lag lange auf dem dritten Rang. Doch der Katarer stand sich und dem Team selbst im Weg. Mehrmals fuhr er zu schnell in Ortschaften und handelte sich damit eine Zeitstrafe nach der anderen ein. Am Ende blieb damit nur Rang sechs.

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Fünf-Gang-Getriebe macht Probleme

Auch die ASO, die Organisation der Rallye Dakar, sieht das BMW X-raid Team als dritte Kraft und bezieht es in die Regeländerungen für die Topteams mit ein. Auf der einen Seite eine Ehre, auf der anderen Seite bedeutete dies jede Menge mehr Aufwand. Besonders für ein so kleines Team, dem speziell die Änderung der Ganganzahl zu schaffen macht. "Womit wir Probleme haben, ist das Fünfgang-Getriebe. Das tut uns sehr weh! Die Drehzahlsprünge sind dadurch sehr hoch geworden", gibt Sven Quandt zu. "Wir reden hier von einem zusätzlichen Aufwand von mindestens vierhunderttausend Euro pro Team." Mit dem BMW X5 CC bekam das Team Gewichtsprobleme. Deswegen entschied man sich den Wagen nicht zu lackieren, sondern mit einer Folie zu überziehen, die wesentlich leichter ist. Damit hielt man das vorgeschriebene Mindestgewicht von 1.900 Kilogramm (Leergewicht). Die Karosserie besteht aus einem Kevlar-Kohlefaser-Verbund, die um einen Gitterrohrrahmen aus Stahl gelegt ist. Der sechs Zylinder BMW Dieselmotor hat eine Leistung von 291 PS.

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