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Die Dakar bastelt bereits an der Zukunft

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Rallye Dakar  

Die Dakar bastelt bereits an der Zukunft

10.02.2010, 11:32 Uhr | dpa

Rallye-Leiter Étienne Lavigne arbeitet bereits auf Hochtouren (Foto: Reuters)Rallye-Leiter Étienne Lavigne arbeitet bereits auf Hochtouren (Foto: Reuters) Nach der spektakulären Absage der Rallye Dakar beklagen Veranstalter und Teilnehmer Millionen-Verluste und diskutieren über eine Verlegung des Wüsten-Klassikers. "Es sind alle Pisten offen", sagte Rallye-Leiter Étienne Lavigne am Wochenende dem Radiosender France Info. Bereits nächste Woche werde es ein Treffen mit allen Teams geben, um die Möglichkeiten für das kommende Jahr zu erörtern. Der deutsche Rennfahrer Dirk von Zitzewitz schloss aufgrund der terroristischen Bedrohung in Mauretanien eine baldige Rückkehr nach Afrika aus: "Wir müssen uns andere Ziele suchen, in Südamerika, China oder Russland", sagte der Co-Pilot des Volkswagen-Teams dem "Spiegel".

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Lohr: "Nie wieder werde ich hier starten"

Neben der unklaren Zukunft des Traditionsrennens machen allen Beteiligten die enormen finanziellen Einbußen zu schaffen. "Für die Werksteams ist es nur ein Rennen weniger im Kalender, für Privatiers jedoch eine Katastrophe. Für mich ist die Dakar damit tot. Nie wieder werde ich hier starten. Ich muss jetzt erstmal Sponsorengelder zurückzahlen, die bereits investiert sind", klagte die frühere DTM- Siegerin Ellen Lohr, die ihre vierte Dakar-Teilnahme angestrebt hatte. Nach einer Schätzung des Fachmagazins "auto, motor und sport" lässt sich allein VW das Abenteuer rund 30 Millionen Euro kosten, Mitsubishi soll rund 20 Millionen investieren. Insgesamt dürfte sich der Gesamtschaden im dreistelligen Millionen-Bereich bewegen.

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Klage-Welle zurückgewiesen

Nach der Absage droht nun eine Klagewelle auf den Veranstalter Amaury Sport Organisation (A.S.O.) zuzurollen. Die südportugiesische Stadt Portimao, durch die die Strecke führen sollte, kündigte bereits eine Klage auf Schadensersatz an. Auch der senegalesische Hotelverband will wegen der entgangenen Einnahmen rechtliche Schritte prüfen. Rallye-Leiter Lavigne wies die Forderungen umgehend zurück: "Diejenigen, die an Dakar teilnehmen, kennen sehr genau die Bedingungen für Rückzahlungen", sagte er der "L'Équipe". Die Startgebühren von rund zwölf Millionen Euro wolle er den gemeldeten 570 Teilnehmern bis Ende Februar zurückzahlen.

Strecken mit und ohne Sand

Eine Verlegung nach Südamerika oder Asien schloss der Franzose nicht aus, fügte aber hinzu: "Wir haben seit 30 Jahren exzellente Beziehungen mit Afrika." A.S.O.-Präsident Patrice Clerc bekräftigte die Überlegungen. "Wir haben Projekte, Strecken mit und ohne Sand", sagte er der Zeitung "Le Parisien". Deutschlands Rallye-Star Jutta Kleinschmidt, die 2001 als erste und bisher einzige Frau den Klassiker gewonnen hatte, bedauerte, dass die A.S.O nicht eine "kurzfristige Alternative aus der Schublade ziehen konnte".

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