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Motorsport - DTM: Viel Lob für Schumacher - Haug bremst die Erwartungen

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DTM  

Viel Lob für Schumacher - Haug bremst die Erwartungen

12.02.2010, 23:12 Uhr | sid

Ralf Schumacher (Foto: imago)Ralf Schumacher (Foto: imago) Kaum war Ralf Schumacher nach seinen ersten Testrunden aus dem DTM-Silberpfeil gestiegen, da wurde er auch schon mit Lobeshymnen bedacht. "Ich kann Mercedes nur raten, ihn ins Auto zu setzen, wenn er schnell genug ist. Die DTM ist ein ideales Betätigungsfeld für Ralf. Ich drücke ihm alle Daumen, dass es klappt. Er hat diese Chance verdient", sagte der ehemalige Formel-1-Fahrer Christian Danner. Mercedes-Sportchef Norbert Haug trat aber gleich auf die Euphoriebremse: "Ich will die Erwartungen nicht ins Unendliche schüren. Ralf absolviert Testfahrten. Weiteres ist noch gar nicht besprochen."

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Haugs erster Eindruck "absolut in Ordnung"

Ralf Schumacher absolviert auf Einladung von Haug in Estoril/Portugal einen Schnupperkurs im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM). "Das ist eine gute Erfahrung und macht Spaß", sagte Schumacher nach seinen ersten Kilometern in der Mercedes C-Klasse. Auch Haugs erster Eindruck war "absolut in Ordnung": "Klar ist, Ralf ist immer noch ein großer Rennfahrer." Dennoch müsse man "zwei Lehrjahre generell schon einplanen."

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Absage von Audi

Nach der Trennung von Toyota hatte der 32-jährige Schumacher kein Formel-1-Cockpit mehr bekommen und steht momentan auf der Straße. Mercedes-Konkurrent Audi hatte Schumi II nach den schlechten Erfahrungen mit dem ehemaligen Formel-1-Rennfahrer Heinz-Harald Frentzen eine Absage erteilt. Für Danner ein Fehler: "Ralf ist kein Frentzen, außerdem ist er im besten Rennfahrer-Alter."

Schneider glaubt an Schumacher

"Mister DTM" Bernd Schneider würde den Neuling mit dem großen Namen mit offenen Armen empfangen. "Für mich ist Ralf zuletzt in der Formel 1 unter Wert geschlagen worden. Er hat bei BMW gezeigt, dass er ein Siegfahrer ist, also kann er so schlecht nicht sein", sagte der fünfmalige Tourenwagen-Meister. Er ist davon überzeugt, dass Schumacher in der DTM vorne mitfahren kann, wenn er in einem konkurrenzfähigen Auto sitzen sollte.

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Cora "könnte ja das Pace-Car fahren"

Für Tourenwagen-König Klaus Ludwig wäre Ralf Schumacher auf jeden Fall eine Bereicherung für die DTM: "Er ist ein Superstar, daran führt kein Weg vorbei." Und dass Schumi II vom Image her nicht in die DTM passen würde, kann sich Ludwig nicht vorstellen. Ralf sei ein eloquenter Junge. Und wenn seine Ehefrau Cora noch mitkäme, wäre das schön, sagt Ludwig mit einem breiten Grinsen: "Sie könnte ja das Pace-Car fahren."

Stuck traut Schumi nicht viel zu

Für VW-Repräsentant Hans-Joachim Stuck wäre Ralf Schumacher in einem DTM-Auto eine Riesen-Geschichte. Er habe vor vier Jahren mal in Monza zusammen mit ihm im BMW M3 GTR getestet, da sei Ralf sehr schnell gewesen. Aber die DTM sei viel schwieriger und etwas ganz Besonderes, so Stuck, denn das wisse er vom Test seines Sohnes Johannes. Am Anfang würde es ganz schwierig für Ralf, sagt Stuck, und er glaube nicht, dass er viel Kredit bekäme: "Es würde schnell heißen, der hatte es in der Formel 1 auch nicht mehr gepackt." Wenn es ihm gelänge, im vorderen Drittel zu fahren, wäre das gut, sagt Stuck: "Aber daran glaube ich nicht, und dann würden wieder alle auf ihn einprügeln."

Über die DTM zurück zur Formel 1?

Für den ehemaligen Formel-1-Piloten und FIA-GT-Meister Michael Bartels steht außer Frage, dass Ralf Schumacher im DTM-Auto schnell fahren kann. "Er wird viel Spaß an dieser Rennserie haben, aber das ist auch harte Arbeit. Es geht manchmal um Tausendstelsekunden, da kriegt er nichts geschenkt", sagte der 39-Jährige. Bartels hält es nicht für ausgeschlossen, dass Schumacher über den Umweg DTM sogar wieder zurück in die Formel 1 finden könnte: "Er sitzt bei Mercedes zumindest an der Quelle." DTM-Boss Hans Werner Aufrecht ist Mercedes dankbar, "dass Ralf diese Chance erhält". Mit seiner Erfahrung und Persönlichkeit wäre er ein großer Gewinn für die Serie. Aufrecht: "Für die DTM und die Fans wäre seine Verpflichtung auf jeden Fall eine tolle Sache."

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