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DTM - Bernd Schneider: "Mit mir muss man rechnen"

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DTM  

Schneider: "Mit mir muss man rechnen"

12.02.2010, 23:12 Uhr | sid

Es gibt Gerüchte, dass Sie Ihre Karriere beenden wollen. Stimmt das?
Nein, das ist völliger Blödsinn. Für mich geht es weiter, ich bin bereit für die neue Saison.

Sie sind jetzt 43 Jahre alt und haben in der DTM alles gewonnen, was man gewinnen kann. Was motiviert Sie noch?
Es ist immer noch der Spaß am Autofahren, der mich antreibt. Da hat noch gar nichts gelitten, das ist immer noch so wie früher. In einem perfekten Team mit einem perfekten Auto gegen die Jungen anzutreten, macht einfach noch viel zu viel Spaß. Solange ich diese Möglichkeit bekomme, will ich auch fahren. Das habe ich ja die ganze Zeit gesagt.

Sie haben schon fünf DTM-Titel gewonnen. Noch zwei mehr, dann hätten Sie zumindest nach Titeln mit Ihrem großen Idol Michael Schumacher gleichgezogen, der siebenmal Formel-1-Weltmeister war. Ist das ein Ziel?
Nein, absolut nicht. Ich glaube nicht, dass man die Formel 1 mit der DTM vergleichen kann. Und genauso wenig vergleiche ich mich mit Michael Schumacher. Er hat die Messlatte für alle Motorsportler derart hoch gelegt, das wird so schnell nicht zu erreichen sein. Egal, wieviele DTM-Titel ich noch hole. An Schumi kommt niemand ran.

Publikumsliebling Mika Häkkinen hat seinen Helm endgültig an den Nagel gehängt. Wie groß ist der Verlust für die DTM?
Dass Mika aufgehört hat, tut der ganzen DTM nicht gut. Das ist sehr schade, aber trotzdem geht das Leben weiter. Man braucht sich nur die Formel 1 anzuschauen, da hat man speziell in Deutschland gedacht, die Welt geht unter, als Michael Schumacher aufgehört hat. Und dann kam Lewis Hamilton daher und war innerhalb von nur zwei Rennen sogar hierzulande der neue Superstar - und das als Engländer. Es liegt an der DTM selbst, jemanden zu finden, der die Rolle von Mika Häkkinen übernimmt.

Ralf Schumacher zum Beispiel. Er hat ja sogar schon für Mercedes getestet. Würden Sie seinen DTM-Einstieg begrüßen?
Ich bin Rennfahrer und kann nicht beurteilen, ob das gut für die DTM ist. Das müssen die Sportchefs Norbert Haug und Wolfgang Ullrich zusammen mit DTM-Boss Hans Werner Aufrecht besprechen und entscheiden.

Hat Ralf Schumacher überhaupt noch die Klasse, um sich in der DTM durchzusetzen?
Für mich ist Ralf Schumacher zuletzt in der Formel 1 unter Wert geschlagen worden. Er hat bei BMW gezeigt, dass er ein Siegfahrer ist, also kann er ja wohl nicht so schlecht sein. Ich bin sicher, wenn er ein siegfähiges Auto in der DTM bekommt, fährt er auch vorne mit.

Trauen Sie Ralf Schumacher sogar den Titelgewinn zu oder wer ist Ihr Favorit?
Sportlich war Bruno Spengler der Mann, den es zu schlagen galt und nicht Mika Häkkinen. Bruno wird auch in dieser Saison der Fahrer sein, den man besiegen muss, wenn man Meister werden will.

Und was ist mit Ihnen? Können Sie die jungen Fahrer nochmal abhängen?
Das hoffe ich. Ich war auch im vergangenen Jahr dicht dran, da war ich Halbzeit-Meister, doch am Ende fehlte halt das Quäntchen Glück. In dieser Saison gibt es keinen richtigen Dominator, daher glaube ich schon, dass man mit mir immer noch rechnen muss.

Aber für Sie dürfe doch nach so vielen Jahren der Spaß im Vordergrund stehen...
Mit Sicherheit nicht, in dieser professionellen Meisterschaft ist der Druck enorm groß. Da zählt in erster Linie der Erfolg, egal, wie alt man ist. Man muss sich in der DTM immer wieder neu beweisen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung nur allzu gut. Als es 2005 bei mir mal nicht so lief, wurde ich von allen Seiten hart kritisert, meine Karriere wurde sogar schon in Frage gestellt. Und das zeigt mir, dass es egal ist, wie oft man gewinnt, man muss sich jedes Jahr beweisen. Das werde ich dieses Jahr auch wieder machen müssen.

Dem Nachwuchs also keine Chance...
Doch, doch! Die DTM muss auf neue Fahrer setzen und dafür sorgen, dass diese Leute dann irgendwann auch mal einen großen Namen haben. Ich denke, ein Bruno Spengler ist genauso ein Superstar wie Lewis Hamilton in der Formel 1, nur man versteht es nicht, ihn nach oben zu bringen. Und das muss die DTM in Zukunft schaffen.

Seit Jahren sind nur Audi und Mercedes werksseitig in der DTM engagiert. Wird das Überleben der Serie da nicht von Jahr zu Jahr schwieriger?
Es wird nicht schwieriger, es ist schon die ganze Zeit sehr schwierig. Jeder weiß: Wenn einer der beiden Hersteller aufhört, ist die DTM tot. Deshalb müssen jetzt schnell ein dritter und vierter Hersteller kommen. Die Verantwortlichen müssen alles dafür tun, dass das bald passiert.

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