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Siegeszug des Audi Dieselkraftpakets fortsetzen

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LMS - Barcelona  

Siegeszug des Audi Dieselkraftpakets fortsetzen

12.02.2010, 23:09 Uhr | sid

Der Audi R10 TDI (Foto: imago)Der Audi R10 TDI (Foto: imago) Spätestens seit den viel beachteten Triumphen Audis bei den 24 Stunden von Le Mans 2006 und 2007 sieht auch der letzte Motorsportfan keinen natürlichen Gegensatz mehr zwischen Dieselantrieb und Motorsport. Mit einem Triumphzug durch die USA begann das in Ingolstadt beheimatete Unternehmen seine Diesel-Offensive. Diese wird nun auf dem Alten Kontinent fortgesetzt. Die erste Bewährungsprobe steht am 6. April an, wenn auf dem Formel-1-Kurs vor den Toren Barcelonas die neue europäische Le-Mans-Serie (LMS) mit einem 1000-Kilometer-Rennen in die Saison startet.

Zahlreiche Schauplätze

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich hat die Qual der Wahl. Denn neben dem LMS-Auftakt findet noch der zweite Lauf zur American Le Mans Serie (ALMS) im US-amerikanischen St. Petersburg statt, und auf der Düsseldorf "Kö" präsentiert sich die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) mit dem neuen Zugpferd Ralf Schumacher den Fans. "Ich bin bis Samstag beim LMS-Saisonstart, nach dem Qualifying in Barcelona fliege ich nach Düsseldorf", sagte Ullrich dem sid.

Kunden längst vom TDI überzeugt

Die neue Le-Mans-Serie habe für Audi einen sehr hohen Stellenwert: "In der LMS haben wir die Möglichkeit, den R10 TDI in Europa nicht nur bei den 24 Stunden von Le Mans einzusetzen, sondern bei fünf weiteren Langstrecken-Rennen." Laut Ullrich läuft das Geschäft mit dem Diesel super. Jeder zweite Audi-Neuwagen sei ein TDI. "Mit unserem Werks-Engagement in der Le-Mans-Serie wollen wir noch mehr Kunden von den Vorteilen der TDI-Technologie überzeugen", begründet der "Herr der vier Ringe".

Standortbestimmung - nicht nur gegen Peugeot

In der LMS kommt es auch wieder zum Duell der Diesel-Giganten gegen Peugeot. Dies sei aber nicht der einzige starke Gegenspieler, betont Ullrich: "Wir wissen, dass uns in der LMS eine schwierige Aufgabe erwartet. Aber Audi und Audi Sport sind es gewohnt, sich großen Herausforderungen zu stellen." Das Rennen in Barcelona gebe seinem Team außerdem vor den 24 Stunden von Le Mans eine weitere Möglichkeit der Standortbestimmung. Ullrich: "Unser ganz großes Ziel bleibt der dritte Sieg in Folge mit einem Dieselmotor in Le Mans. Wir wissen, wie schwierig diese Aufgabe ist."

Vorfreude auf die Klassiker

Insgesamt sind in der LMS fünf Rennen vorgesehen, darunter die Langstrecken-Klassiker in italienischen Monza, im belgischen Spa, im englischen Silverstone und - der Höhepunkt aus deutscher Sicht: das 1000-Kilometer-Rennen am 17. August auf dem Nürburgring. Der Klassiker wird seit 1953 auf dem Nürburgring ausgetragen und ist das einzige Rennen für Sportprototypen auf dem Eifelkurs. Motorsport-Idole wie Jacky Ickx, Stirling Moss oder Jochen Mass trugen sich hier bereits in die Siegerlisten ein. "Beim 1000-Kilometer-Rennen bringen wir das einzigartige Flair des 24-Stunden-Rennens von Le Mans in die Eifel", sagte Organisationsleiter Peter Geishecker: "Mit dem Start der Werks-Audi wird die Veranstaltung, die seit 2004 eine Renaissance erlebt, noch weiter aufgewertet."

LMS greift Langstrecken-Tradition auf

Auch für Ullrich ist die LMS eine Serie im Aufwind. In der LMS würden die klassischen 1000-Kilometer-Rennen wieder aufleben, die in den 70er Jahren sehr populär gewesen seien, erzählt der Sportchef: "Daran und an den Erfolg der 24 Stunden von Le Mans knüpft die LMS an. Und das auf Rennstrecken, die sich hervorragend für die schnellsten Sportwagen der Welt eignen."

Fünf bis sechs Stunden auf der Rennpiste

Der Circuit de Catalunya am Stadtrand von Barcelona ist seit 1991 Austragungsort des spanischen Formel-1-Rennens und seit zwei Jahren auch Schauplatz des spanischen DTM-Gastspiels. Der 4,655 Kilometer lange Kurs gilt mit seinen schnellen Kurven als anspruchsvoll. Für die 1000-Kilometer-Distanz werden die Sport-Prototypen je nach Witterungsbedingung zwischen fünf und sechs Stunden benötigen.

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