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Motorrad  

Schumacher stürzt im zweiten Rennen

19.05.2008, 09:19 Uhr | sid

Michael Schumacher stürzt beim IDM-Rennen in Oschersleben. (Foto: dpa)Michael Schumacher stürzt beim IDM-Rennen in Oschersleben. (Foto: dpa) Michael Schumacher hat seinen Stürzen mit dem Motorrad einen weiteren Abflug von der Piste hinzugefügt. Bei seinem ersten offiziellen Motorrad-Rennen auf deutschem Boden in der Motorsport Arena Oschersleben musste der 39-Jährige Lehrgeld zahlen. Im ersten Tagesrennen mit seinem Superbike hatte Schumacher sich in der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) noch Rang 28 erkämpft, am Nachmittag schied der Formel-1-Rekordweltmeister nach einem Fahrfehler jedoch aus.

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Nur ein Schreck, keine Verletzung

Der Wahl-Schweizer war auf der 21. Position liegend in der elften Runde weggerutscht, kam aber mit dem Schrecken davon und erlitt keine Verletzungen. "Das ist genau das, was man Lehrgeld nennt: Gerade hatte ich mich auf eine Attacke auf meinen Vordermann vorbereitet, da hakt die Fußraste im Randstein ein und ich schlittere mit meinem Motorrad ins Aus. Ein Rennen ist halt doch etwas anderes als ein Test", sagte Schumacher auf seiner Hompepage. Schon im ersten Rennen hatte sich Schumacher auf seiner 185 PS starken und 260 Kilometer pro Stunde schnellen Honda CBR 1000 Fireblade einen Patzer geleistet und war über den Rasen gefahren.

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Motorrad-Rennen sind Schumis neues Hobby

Michael Schumacher auf der 1000 ccm-Honda des Holzhauer-Teams. (Foto: dpp)Michael Schumacher auf der 1000 ccm-Honda des Holzhauer-Teams. (Foto: dpp) Dennoch zog er später ein positives Fazit: "Insgesamt war das doch ein großer Spaß. Immerhin konnte ich im ersten Rennen ein paar Plätze gutmachen, nachdem ich leider anfangs einen kleinen Ausritt ins Grüne hatte. Aber danach war es wirklich klasse." Eine Pressekonferenz und persönliche Statements wollte Schumacher, dessen österreichischer Teamkollege Martin Bauer zwei Tagessiege feierte, am Sonntag allerdings nicht geben. Schließlich ging der siebenmalige Formel-1-Champion in Sachsen-Anhalt nur seinem neuen Hobby auf zwei Rädern nach. Und dies sei ja eigentlich seine Privatsache, wie Schumachers Pressesprecherin betonte.

Fans strömen nach Oschersleben

Doch von Ruhe konnte in Oschersleben keine Rede sein. Nachdem ein Tarnversuch mit dem Decknamen Marcel Niederhausen kläglich gescheitert war, und die Öffentlichkeit vom hohen Besuch erfahren hatte, strömten die Fans in die Motorsport Arena: 18.300 Zuschauer, fast 6000 mehr als im vergangenen Jahr, und 135 Journalisten waren extra für den Formel-1-König angereist. "Das ist super, und daran sieht man, dass man einen Helden braucht. Schumacher ist ein Glücksfall für die IDM", sagte Ralph Bohnhorst, Motorrad-Koordinator der Motorsport Arena.

Teamchef: "Er ist ja noch in der Lernphase"

Schumacher, der als Gaststarter für das brandenburgische Holzhauer-Team mit seiner Privatmaschine antrat, startete aus Sicherheitsgründen jeweils freiwillig vom letzten Platz aus. Bei trockenen Bedingungen verbesserte er sich nach 20 gefahrenen Runden (73,340 Kilometer) im ersten Rennen um elf Ränge. Im zweiten Rennen hatte die Startnummer 77 bis zum Aus schon 16 Konkurrenten überholt. "Wenn man bedenkt, dass er von ganz hinten gestartet ist, dann Hut ab. Er kann von den Zeiten her mit den besten 15 im Fahrerfeld mithalten", sagte der beeindruckte Bohnhorst. Auch Schumachers "Teamchef auf Zeit" Jens Holzhauer war grundsätzlich zufrieden: "Das war doch eine sehr schöne Geschichte. Natürlich finde ich das Ausscheiden schade, aber so ist halt der Rennsport. Er ist ja noch in der Lernphase." Weitere Rennen mit dem hauptberuflichen Ferrari-Berater sind laut Holzhauer vorerst aber nicht geplant, dennoch wollte der Rennstall-Chef "mal schauen, was die Zukunft so bringt".

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